Kommentar zu Corona und Maskenpflicht: Zynische Geschäftemacher

Kommentar zu Corona und Maskenpflicht : Zynische Geschäftemacher

Ob eine Maskenpflicht in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln nützlich wäre, so lange das Coronavirus grassiert, darüber muss man in Deutschland leider nicht diskutieren. Denn es sind nicht genug Masken vorhanden, um die Bürger auch damit auszurüsten.

Noch nicht einmal das medizinische Personal verfügt über ausreichend Material, um sich selbst zu schützen. Nun gut, man kann sich auch ein selbst vernähtes Stück Stoff oder ein Halstuch vor den Mund binden, doch die Schutzwirkung solcher Stücke ist minimal – sagen Experten übereinstimmend. Die Teile helfen allenfalls psychologisch, dass man sich der Gefahr des Virus mehr bewusst ist und sich vielleicht auch weniger ins Gesicht fasst.

Nur wenn man eine Maskenpflicht einführen wollte, wofür manches spricht, dann kann diese nur mit Material erfüllt werden, das auch wirklich schützt. Denn ein Pseudo-Schutz, bei dem sich die Menschen in falscher Sicherheit wiegen, kann auch das Gegenteil von dem bewirken, was erreicht werden soll.

Die Bundesregierung muss dringen den zynischen Geschäftemachern das Handwerk legen, die nun Schutzausrüstung und auch anderes medizinisches Gerät, das dringen in der Coronavirus-Krise gebraucht wird, zu Mondpreisen verkaufen. Wer zudem Schrott produziert und diesen mit gefälschten Zertifikaten an Kliniken, Praxen und Privatleute verkauft, sollte mit hohen Strafen rechnen müssen. In einer solchen Notlage können die Behörden Schutzmaterial beschlagnahmen. Der bessere Weg wäre es aber, wenn die Bundesregierung mit geeigneten Firmen Verträge abschließt, damit diese in der Krise Schutzmasken produzieren – und zwar solche, die auch tatsächlich Schutz vor eigener Ansteckung und vor Ansteckung anderer bietet.

Wenn die Pandemiepläne nach dem Ende der Corona-Krise neu geschrieben werden, dann muss die Organisation von und die Bevorratung mit Schutzkleidung einen ganz anderen Stellenwert bekommen.