Weltwärts unterwegs nach Afrika: Zwischen Freiwilligendienst und Elefanten

Weltwärts unterwegs nach Afrika : Zwischen Freiwilligendienst und Elefanten

Nach Afrika wollte Charlotte Ungermann eigentlich schon immer. Wann und wie genau, das wusste sie nicht. Aber als ihre ältere Schwester vor einigen Jahren Freiwilligendienst gemacht hat, da wurde ihr auch das klar.

Charlotte Ungermann ist Aachenerin, und sie ist jetzt 18, mit dem Abi­tur fertig und sie geht nach Afrika. Ein Jahr lang, allein und mithilfe der Kolping-Stiftung.

Malawi ist es geworden, genauer die Hauptstadt Lilongwe, und eine Schule. Woher die Begeisterung für Afrika kommt, das kann Charlotte gar nicht so genau sagen, nur so viel: „Ich liebe Elefanten, das sind meine absoluten Lieblingstiere.“ Sie lacht, und vielleicht hat es ja wirklich auch damit etwas zu tun.

In Lilongwe wird sie bei einem gemeinnützigen Projekt arbeiten, „House of Hope“ heißt es – ein Ort, an den jeder hinkommen kann, aber der eine besondere Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche ist. Dort gibt es vormittags Unterricht, ein Mittagessen und nachmittags ein buntes Programm, das Charlotte selbst nach eigenen Interessen und eigenem Belieben mitgestalten kann.

Dass es ein ganzes Jahr werden soll, auch das wurde Charlotte schnell klar. „Wenn man ein Jahr dort lebt, dann hat man die Chance, sich mit Land und Leuten zurechtzufinden und sich einzufinden.“ Kurze Pause. „Man muss es sogar tun.“ Sie wird also ein Jahr lang in einer Wohngemeinschaft leben, zusammen mit zwei anderen jungen Frauen.

Wenn man Charlotte zuhört, wie sie von ihren Plänen erzählt, dann hört man Begeisterung und Vorfreude, aber keine Angst und kein Hadern. „Das stimmt“, sagt sie und lacht. „Ich habe da einfach richtig Lust drauf.“ Lust, Leute kennenzulernen, selbstständiger zu werden, zu wachsen, auch an schwierigen Situationen. „Heimweh wird mir sicher irgendwo begegnen, aber auch daran kann ich ja wachsen“, sagt sie.

Im Moment bereitet sie sich auf alles, was kommen mag, vor. Das Abitur hat Charlotte in der Tasche, nun sind die Uni-Bewerbungen fürs Psychologie-Studium dran, damit sie nach dem Jahr in Afrika direkt mit dem Studieren anfangen kann. Mitte August geht’s dann voraussichtlich los in Richtung Malawi. Die Amtssprache ist zwar Englisch, aber es gibt auch eine afrikanische: Chichewa. „Ich hab versucht, das ein bisschen zu lernen“, sagt sie. Nach einem Jahr, hofft sie, kann sie sich dann ein bisschen in der Sprache verständigen. Und auch, wenn sie den Großteil der Zeit in Lilongwe verbringen wird: Urlaubstage hat Charlotte auch, und die wird sie nutzen, um das Land zu erkunden. Und natürlich, um Elefanten zu sehen.