Inden: Zinsschaden in Inden: 10.000 Euro

Inden: Zinsschaden in Inden: 10.000 Euro

Die Ermittlungen im Indener Rathaus laufen noch. Der Verdacht habe sich nochmals bestätigt, dass in der Vergangenheit eine Kasse neben dem Indener Haushalt geführt wurde, von deren Existenz weite Teile der Verwaltung und des Rates nichts gewusst haben. Das teilte der neue Bürgermeister Jörn Langefeld auf Nachfrage mit.

Langefeld ist nach seiner Amtsübernahme im Oktober auf eine Summe von knapp 370.000 Euro gestoßen, die der Gemeinde Inden aufgrund einer Forderung gegen RWE Power zugestanden hat. Das Geld ist aber während der Amtszeit von Langefelds Vorgänger Ulrich Schuster nicht dem Haushalt zugeführt worden, sondern bei Bedarf abgerufen worden. Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt.

Langefeld teilte jetzt mit, dass die Verwaltung und er noch damit beschäftigt seien, herauszufinden, für welche Zwecke das Geld ausgegeben wurde. Langefeld betonte, dass ihm weiterhin keine Kenntnisse vorliegen, dass sich Einzelne persönlich bereichert hätten.

Das Geld sei für Belange der Gemeinde eingesetzt worden, allerdings auf eine Weise, die laut Langefeld „gegen alle Haushaltsgrundsätze“ verstoße. Fest stehe mittlerweile, dass der Gemeinde so ein Zinsschaden von mindestens 10.000 Euro entstanden sei.

(jan)
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