Niederzier: Zeugnis der Schützenhistorie: Verschollene Ehrentafel erneuert

Niederzier: Zeugnis der Schützenhistorie: Verschollene Ehrentafel erneuert

Die Schützen fühlen sich seit jeher traditionellen Werten verbunden. Und auch das Andenken an verdiente Mitglieder halten sie in Ehren. Deshalb stand für Josef Korsten, den Geschäftsführer der Niederzierer St.-Nikolaus-Schützenbruderschaft von 1621, von vornherein fest, dass die lange Jahre verschollene Ehrentafel der Gesellschaft der Nachwelt erhalten bleiben muss.

Seine Schützenbrüder Franz-Heinz Esser und Winfried Helmer hatten das gute Stück beim Abriss des Saales der früheren Vereinsgaststätte „Alte Post“ wiedergefunden.

Doch so einfach war das nicht. Die 1946 auf der ersten Generalversammlung der Niederzierer Schützen nach dem Zweiten Weltkrieg in Auftrag gegebene und vom damaligen Mitglied und Schreiner Franz Oellers gefertigte Ehrentafel war in einem derart schlechten Zustand, dass sie nicht mehr restauriert werden konnte.

Nur einige Bilder, die bis ins 19. Jahrhundert hinein Zeugnis über die verstorbenen Präsides, Brudermeister, Offiziere, Grünträger und gefallenen Kameraden im Zweiten Weltkrieg ablegen, konnten noch gerettet werden. Andere mussten wie die Holztafel selbst erneuert werden.

Und so machte sich Korsten auf die Suche. „Einige Bilder hatte ich noch im Archiv, andere habe ich von den Nachkommen erhalten“, berichtet der Geschäftsführer, der in gut zweimonatiger Arbeit eine neue Ehrentafel gefertigt und die Personenangaben bis in die Gegenwart aktualisiert hat. „Die Ehrentafel soll auch in Zukunft an verdiente Mitglieder unserer Bruderschaft erinnern“, betont Korsten.

Die neue Ehrentafel, die im Rahmen einer kleiner Feierstunde offiziell vorgestellt wurde, ziert ab sofort die Vereinsräume der Gesellschaft im Niederzierer Bürgerhaus, in dem sich die St.-Nikolaus-Schützen regelmäßig zum geselligen Austausch und zum sportlichen Wettkampf treffen.

(ja)