Kreis Heinsberg: Zahlreiche Einsätze, aber weniger Jugendliche betrunken

Kreis Heinsberg: Zahlreiche Einsätze, aber weniger Jugendliche betrunken

Der „Altweiberdonnerstag” bescherte der Polizei im Kreisgebiet zahlreiche Einsätze. Zwischen Donnerstagvormittag und den frühen Morgenstunden des Freitag verzeichnete die Leitstelle insgesamt 80 Einsätze, die ihren Ursprung im karnevalistischen Treiben fanden.

So erstatteten 19 Personen Anzeige wegen Körperverletzung, da sie auf Karnevalsveranstaltungen von zum Teil unbekannten Tätern geschlagen wurden. Fünf hilflose Personen wurden mit Unterstützung des Rettungsdienstes entweder zur Ausnüchterung ins Krankenhaus oder nach Hause gebracht.

Vier Randalierer mussten die Nacht im Polizeigewahrsam verbringen und konnten dort ihren Rausch ausschlafen. Drei von ihnen wurden in der Erkelenzer Innenstadt aufgegriffen, weil sie nach Schlägereien auch gewaltsam gegen die einschreitenden Polizisten vorgehen wollten.

Bei vielen, meist durch erheblichen Alkoholkonsum ausgelösten Streitigkeiten, gelang es den Beamten, diese an Ort und Stelle zu schlichten, so dass auf Anzeigenaufnahmen verzichtet werden konnte. Aber auch Sachbeschädigungen und gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr wurden gemeldet. So sind kreisweit Fahrzeuge beschädigt und Gullydeckel ausgehoben worden.

Unbekannte bewarfen auf der Sopericher Straße in Waldfeucht ein Feuerwehrfahrzeug auf einer Einsatzfahrt mit einer Flasche, so dass eine Scheibe brach.

Bei den intensiven polizeilichen Verkehrskontrollen stellten die Beamten kaum Beanstandungen fest. Zwar wurden zwei Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen, aber alkoholisierte Autofahrer sind in diesem Jahr nicht registriert worden. Diesen positiven Trend erhofft sich die Polizei für die gesamten Karnevalstage und wird dies auch mit weiteren Kontrollen überprüfen.

Heinz-Gerd Schröders, Geschäftsführer des Heinsberger Krankenhauses, bestätigt ebenfalls eine gute Entwicklung. Zwar sei das Personal etwas verstärkt worden, um allen Eventualitäten vorzubeugen, aber: „Wir hatten einen ruhigen Abend und eine ruhige Nacht.” Nur wenige Personen seien alkoholbedingt zu behandeln gewesen. „Und erfreulicherweise waren auch keine Jugendlichen betroffen.” Regelrechte „Schnapsleichen” habe es nicht gegeben.

Die Zahl der Unfälle allerdings, die in Verbindung mit Alkoholgenuss oder ausgelassenem Feiern standen, hätten sich verstärkt. „Insgesamt war die Situation aber entspannter als im Vorjahr”, erklärte Schröders auf Nachfrage. Eine stationäre Aufnahme sei jedoch in keinem Fall nötig gewesen.

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