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Münster/Bonn: Zähe Fusion der NRW-Landwirtschaftskammern

Münster/Bonn : Zähe Fusion der NRW-Landwirtschaftskammern

In NRW soll es auf Dauer nur noch eine zentrale Landwirtschaftskammer geben.

Umwelt-Staatssekretär Thomas Griese (Grüne) will jedoch für eine „Übergangszeit von zwei bis drei Jahren” weiterhin zwei Sitze in Münster und Bonn akzeptieren. „Bedingung aber bleibt, dass die neue Landwirtschaftskammer für 2004 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegt”, sagte Griese unserer Zeitung.

Der künftige NRW-Kammerchef Karl Meise rechnet damit, dass 450 der 2600 Arbeitsplätze durch freiwilliges Ausscheiden der über 55-Jährigen in den nächsten drei Jahren abgebaut werden müssen. Auch Griese hält einen Abbau von „350 bis 450 Stellen” für realistisch.

Noch im Dezember will der Landtag das Fusionsgesetz für die Landwirtschaftskammern verabschieden. Griese betonte: „Die Kreisstellen bleiben in der Fläche. Dieses Angebot für die Beratung der Landwirte vor Ort muss erhalten werden und ist wichtiger als die Frage, wo die künftige Zentrale liegt.”