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Berlin: Würselener Kemal Sahin ist Chef der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer

Berlin : Würselener Kemal Sahin ist Chef der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer

Die neu gegründete Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TDIHK) will den wachsenden deutsch-türkischen Handelsbeziehungen weitere Impulse geben und die Türkei näher an die EU heranbringen.

Der Vorstandschef der vor wenigen Tagen in Köln gegründeten Kammer, der Würselener Geschäftsmann Kemal Sahin, nannte am Montag in Berlin als weiteres wichtiges Ziel, die vielen türkischen Unternehmen in Deutschland stärker in die Entwicklung der beiderseitigen Handelsbeziehungen zu integrieren und deren Potenzial in der Ausbildung zu nutzen.

Sahin und sein Stellvertreter Rolf Königs warben gemeinsam für die Einbeziehung der Türkei in die EU. „Da gehört die Türkei hin”, erklärte der deutsche Textilunternehmer Königs. Sahin ergänzte: „Wir wollen, dass die Türkei nach Europa kommt”.

Die deutsch-türkischen Handelsbeziehungen erreichen inzwischen ein Volumen von 15 Milliarden Euro im Jahr. Für das laufende rechnet die TDIHK mit einer Steigerungsrate von 16 Prozent, wie es schon 2002 der Fall war.

Rund 1200 deutsche Firmen haben bislang rund 3,5 Milliarden Euro in der Türkei investiert, während die türkischen Investitionen in Deutschland nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) noch relativ bescheiden sind.

Zugleich gibt es aber mittlerweile 60.000 türkische Unternehmen in Deutschland, die jährlich 30 Milliarden Euro umsetzen und etwa 350.000 Arbeitsplätze stellen.

Zur den Gründungsfirmen der Kammer zählen so bekannte deutsche Unternehmen, wie DaimlerChrysler, Metro oder die Deutsche Bank.

Von türkischer Seite gehören neben den Kammerverbänden beider Länder Firmen wie Egetürk, Garanti Bankasi und Sahinler Holding dazu.