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Frankfurt: Wirtz macht Dampf: Regionale Bahn- und Straßenprojekte ohne Aufschub

Frankfurt : Wirtz macht Dampf: Regionale Bahn- und Straßenprojekte ohne Aufschub

Der durch die Hochwasserkatastrophe veränderte öffentliche Finanzrahmen dürfe nicht dazu führen, laufende oder anstehende Projekte beim Schienen- und Autobahnausbau in der Region aufzuschieben.

Diese Ansicht vertrat der Präsident der Industrie- und Handelskammer Aachen, Michael Wirtz, am Donnerstag bei einer Informationsfahrt auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke von Köln nach Frankfurt.

Der festgelegte Zeitrahmen für die Fertigstellung der Schnellstrecken von Brüssel über Aachen nach Köln müsse auf jeden Fall eingehalten werden. Das gelte auch für den dreispurigen Ausbau der A 4 von Aachen - Köln.

Schon jetzt habe die seit dem 1. August bestehende Hochgeschwindigkeitstrasse Köln - Frankfurt auch für den Aachener Wirtschaftsraum große Bedeutung: Der Frankfurter Flughafen ist von Aachen aus bei bestimmten Verbindungen über die Neubaustrecke in einer Fahrzeit von 2 Stunden 29 Minuten zu erreichen, 50 Minuten weniger als über die alte Rheinroute.

Der Fahrplanwechsel am 15. Dezember bringt eine weitere Verbesserung. Dann verkürzt sich die Fahrzeit von Aachen zum Flughafen auf eine Stunde 35 Minuten und zum Hauptbahnhof auf eine Stunde 52 Minuten. Damit würde fast der Zeitrahmen der Verbindungen zum Düsseldorfer Flughafen erreicht.

Voraussetzung dafür ist der Einsatz von täglich drei ICE-3-Zugpaaren ab Brüssel, die dann durchgehend über Aachen und Köln nach Frankfurt starten.

Gleichzeitig soll die schon bestehende Thalys-Verbindung so in das ICE-Shuttle-Angebot zwischen Köln und Frankfurt eingebunden werden, dass täglich sieben weitere Hochgeschwindigkeitsverbindungen zum Main existieren. Die Fahrzeit zum Flughafen mit dem Thalys wird dann bei zwei Stunden und sechs Minuten liegen.

Wenn die Strecke zwischen Köln und Aachen komplett als Hochgeschwindigkeitstrasse ausgebaut ist, werden sich die Fahrzeiten weiter verkürzen.