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Maastricht: Wichtige Hilfestellung bei klinischen Untersuchungen

Maastricht : Wichtige Hilfestellung bei klinischen Untersuchungen

„Warum wir uns für einen Standort in der Euregio entschieden haben? Aus dieser Region können wir 80 Prozent ganz Europas ansteuern”, erklärt Adriaan Hart de Ruyter, Geschäftsführer von Msource Medical Development.

Das Unternehmen mit Mutterhaus in Brüssel hat vor acht Jahren eine Niederlassung in Maastricht gegründet.

Klinische Prüfungen für die pharmazeutische, biotechnologische und medizintechnische Industrie bietet der Dienstleister an der Maas an. Die hausinterne Philosophie lautet, dass alle vier Niederlassungen alle Leistungen anbieten.

Dazu zählen das Management klinischer Prüfungen, zentrale klinische Services wie Daten-Management, Beratung in der Qualitätskontrolle, Training klinischer Forschung und Bereitstellung von Personal.

Jedoch liegt der Schwerpunkt in Maastricht auf der Abteilung Biostatistik und Impfstoff-Therapie. „Das hat zum Teil seine Gründe”, erklärt Piet Smet, Manager Geschäftsentwicklung, „beispielsweise die enge räumliche Nähe zum niederländischen Impfstoff-Institut.”

Das neue Büro von MSource in Grenznähe liegt im ebenfalls neu gebauten Maastrichter Bioinkubator in direkter Nähe zur Universität.

Derzeit arbeiten dort fünf von insgesamt rund 150 MSource-Mitarbeitern, jedoch will das Unternehmen seine Niederlassung in zwei bis drei Jahren so weit ausbauen, dass man 40 Leute beschäftigen kann.

„Wir bearbeiten Aufträge im Rahmen der internationalen Konventionen der Good Clinical Practice (GCP) und sind zertifiziert nach der aktuellen ISO-Norm," erklärt Piet Smet. Namhafte Kunden des belgischen Unternehmens sind etwa GlaxoSmithKline, Aventis, Novartis, Bayer oder Orthovita.

Für die häufig benötigte elektronische Software hat Adriaan Hart de Ruyter die Schwesterfirma ClinSource gegründet, derzeit noch im gleichen Gebäude in Brüssel ansässig.

Piet Smet schätzt am Standort Maastricht die strategische Lage am Scheitelpunkt dreier Länder und außerdem die Nähe zu den beiden Flughäfen Maastricht/Aachen und Lüttich. „Unsere Kunden sitzen in ganz Europa, wir möchten sie in kürzester Zeit erreichen können.”

Mehr als 300 Unternehmen arbeiten in der Euregio Maas-Rhein, die eines gemeinsam haben: sie beschäftigen sich mit Lebenswissenschaften - Medizintechnik und Biotechnologie.

Darunter sind namhafte Adressen wie die Heerlener Philips Medical Systems B.V., die Aachener Grünenthal GmbH oder Eurogentec S.A. in Lüttich. Dazu gehören aber auch zahlreiche kleine Unternehmen und Spin-offs der regionalen Hochschulen.

Das von der Europäischen Union geförderte Projekt „Heartbeat of Life Sciences in Europe - Meuse Rhine Triangle”, wird von der regionalen Entwicklungsgesellschaft AGIT, Aachen koordiniert. Wir stellen einige dieser Unternehmen in einer Serie vor.