Düsseldorf: WestLB-Chef erwartet 2010 „mindestens schwarze Zahlen”

Düsseldorf: WestLB-Chef erwartet 2010 „mindestens schwarze Zahlen”

WestLB-Chef Dietrich Voigtländer erwartet für das Jahr 2010 den Neustart der Bank.

„Wir wollen mindestens schwarze Zahlen schreiben. Die Zuversicht wird dadurch genährt, dass wir 2009 operativ, also ohne Sondereffekte wie Restrukturierungskosten, über Plan waren”, sagte Voigtländer der in Düsseldorf erscheinenden „Wirtschaftswoche”. Die genauen Zahlen veröffentlicht die Bank am 23. März.

Offenbar will die WestLB trotz staatlicher Milliardengarantien ihren wichtigsten Mitarbeitern für 2009 wieder Boni zahlen. „Wir zahlen leistungsorientierte Vergütungen auch im außertariflichen Bereich, in angemessener Höhe und im Einklang mit den Vorgaben durch die Finanzaufsicht BaFin und den Bankenrettungsfonds Soffin”, sagte Voigtländer.

Im vergangenen Jahr seien für 2008 keine variablen Gehaltsbestandteile bezahlt worden. „Die Vergütung muss sich an nachhaltigen Kriterien orientieren - Leistung muss sich lohnen”, betonte Voigtländer. Die Vorstandsentscheidung zu diesen Plänen steht allerdings noch aus. Sicher ist, dass sich die Mitarbeiter der Bank auf weitere Einsparungen einstellen müssen. „Wir müssen weiter konsequent an der Kostenschraube drehen, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Wir werden auch weiter Stellen abbauen”, räumte der Vorstandsvorsitzende ein.

Mit Blick auf die Konsolidierung der Landesbanken warnt Voigtländer davor, diese nicht ausschließlich wirtschaftlich zu betrachten: „Politische Rücksichtnahmen sind auch hier nicht mehr zweckmäßig. Landesbanken werden gebraucht. Wenn die Bundesbank feststellt, dass sie 20 bis 24 Prozent des Kreditvolumens in Deutschland stemmen, ist das Beweis genug.”

Die WestLB sieht Voigtländer als attraktiven Fusionspartner: „Wir fokussieren uns auf unsere Kernkompetenzen, haben keine Leichen mehr im Keller und im Gegensatz zu manchen anderen das Schlimmste schon hinter uns.”