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Aachen/Düren: Weniger Arbeitslose im Dezember

Aachen/Düren : Weniger Arbeitslose im Dezember

Weil wegen der ungewöhnlich milden Witterung am Bau durchgearbeitet wurde, der Einzelhandel ein flottes Weihnachtsgeschäft hatte, die Konjunktur rund lief und Beschäftigungsmaßnahmen Wirkung zeigten, waren auch im Dezember in der Region Aachen die Arbeitslosenzahlen weiter rückläufig.

Im Bereich der Agentur für Arbeit Aachen, zuständig für die Stadt Aachen sowie die Kreise Aachen und Heinsberg , sank die Arbeitslosigkeit erstmals in einem Dezember - auf 45.585, 413 weniger als im Vormonat und 5341 weniger als im Vorjahr. „Die derzeit stabil günstige Wirtschaftsentwicklung führte zu geringeren Freisetzungen und zu einer erhöhten Arbeitskräftenachfrage”, berichtete die Agentur am Mittwoch.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung, Gabriele Hilger, ist zuversichtlich, dass „die Arbeitslosigkeit auch in 2007 gesenkt werden” kann. Die Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) sank im Berichtsmonat auf 11,6 Prozent nach 11,7 im November und 13,1 Prozent im Dezember.

Offene Stellen

Selbst die Zahl der im Dezember neu gemeldeten offenen Stellen stieg binnen eines Monats um 216, gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies einen Zuwachs um 115. Ingesamt waren 5835 unbesetzte Arbeitsplätze gemeldet.

Auch im Kreis Düren entspannte sich die Lage leicht. 13163 Personen waren bei der Agentur für Arbeit Düren erwerbslos gemeldet - 46 weniger als im November, 1649 weniger als im Dezember 2005. Auch Agentur-Chef Dirk Hohenböken erwartet, dass sich „der erfreuliche Trend im kommenden Jahr fortsetzt”.

Für die kommenden Wintermonate müsse aber zunächst mit einem vorübergehenden Anstieg der Arbeitslosmeldungen gerechnet werden. Im Dezember lag die Arbeitslosenquote bei 10,2 Prozent wie im Vormonat, im Vorjahr betrug sie 11,4 Prozent.

Allerdings schwächte sich die Personalnachfrage ab. Die Einstellungsbereitschaft blieb im Kreis Düren eher verhalten. Es liefen nur 253 offene Stellen ein, nachdem Arbeitgeber im Vormonat noch 317 unbesetzte Jobs gemeldet hatten. Gegenüber dem Vorjahr errechnet sich ein Rückgang von 1135. Unter dem Strich gab es zum Monatsultimo 886 offene Stellen, damit halbierte sich das Angebot gegenüber November 2006 und Dezember 2005.

In Nordrhein- Westfalen waren Ende des Jahres knapp 908.000 Menschen erwerbslos gemeldet, 9730 weniger als im November und gut 123.000 weniger als im Vorjahr. Damit wurde erstmals seit 1948 ein Rückgang im Dezember verbucht. Die Arbeitslosenquote ging auf 10,2 Prozent zurück nach 10,3 im November und 11,7 Prozent vor einem Jahr.

Die Chefin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Düsseldorf, Christiane Schönefeld, erklärte zur Lage, der konjunkturelle Aufschwung werde „auch die Mehrwertsteuer-Delle verkraften. Die Prognosen zeigen weiter nach oben.”

Vor allem im 2. Halbjahr 2006 sei der Arbeitsmarkt in Bewegung geraten. Dies zeige die Zunahme bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - plus 51500 auf 5,68 Millionen im September.