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Aachen: Wehmeyer: Ein Dutzend Investoren hat sich gemeldet

Aachen : Wehmeyer: Ein Dutzend Investoren hat sich gemeldet

Der vorläufige Insolvenzverwalter des Modehauses Wehmeyer, Frank Kebekus, hat nach eigenen Angaben durch Verhandlungen mit den Beteiligten den Geschäftsbetrieb an allen Standorten stabilisieren können.

Damit seien die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen, um die Sanierung des angeschlagenen Modehauses sowie den Investorenprozess einzuleiten.

„Wesentliche Geschäftspartner werden auch weiterhin mit uns zusammenarbeiten”, so Kebekus, womit sichergestellt sei, dass die insgesamt 39 Filialen in vier Bundesländern regelmäßig neue Waren erhalten und die Kunden wie gewohnt aus einem umfangreichen Sortiment wählen können.

In den kommenden Wochen werden die Geschäftszahlen des Unternehmens und der einzelnen Niederlassungen geprüft. Mit diesen Daten als Basis soll dann ein Sanierungs- und Restrukturierungskonzept vorbereitet werden, außerdem will Kebekus „in intensive Gespräche mit potenziellen Investoren” gehen. Bis jetzt hätten sich mehr als ein Dutzend ernsthafte Interessenten gemeldet, darunter Finanz- wie strategische Investoren. Erste Sondierungsgespräche hätten stattgefunden; Ziel sei es unter anderem, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten.

Dieser „erste Etappensieg” ist nach Ansicht des Insolvenzverwalters nur deshalb möglich gewesen, weil die Beschäftigten des Modehauses Wehmeyer hoch motiviert weiter arbeiteten. „Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen am Stammsitz wie auch mit den Beschäftigten in den Filialen funktioniert sehr gut”, sagt Kebekus. Dieses Engagement sei in einer solchen Situation allerdings auch notwendig, wenn man das Ziel habe, möglichst viele Standorte und Arbeitsplätze zu sichern, „ohne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht es nicht”. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten für die Monate Juli, August und September sind über die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes gesichert.

Die Wehmeyer-Geschäftsführung hatte am 3. Juli beim Amtsgericht Aachen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Am Stammsitz Aachen hat das Unternehmen 145 Beschäftigte, insgesamt sind es rund 1000.