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Aachen: Wehmeyer: 500 Arbeitsplätze gerettet

Aachen : Wehmeyer: 500 Arbeitsplätze gerettet

Das Modehaus Wehmeyer mit Hauptsitz in Aachen ist mit einem Kredit von 7,5 Millionen Euro vor der Insolvenz gerettet worden. Damit sind die insgesamt 500 Arbeitsplätze gesichert. Schon seit Frühjahr dieses Jahres hatte der Inhaber Rajive Ranjan mit Beratern um die Zukunft des 60 Jahre alten Traditionsunternehmens gerungen.

Trotz zahlreicher positiver Verhandlungsrunden hatten mehrere Banken Wehmeyer den benötigten Kredit verweigert. Durch die Unterstützung des von der Bundesregierung beauftragten Kreditmediators Deutschland, Hans-Joachim Metternich, gewährte die Commerzbank Aachen nun die notwendige Summe. Das gaben Ranjan und Metternich am Freitag in Aachen bekannt.

„Insbesondere vor dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft, für das wir Ware einkaufen und finanzieren mussten, ist der Liquiditätsbedarf sehr hoch”, sagte Ranjan. „Ohne einen Kredit wären wir in eine sehr ungünstige Situation geraten. Keine Ware, kein Umsatz, in der Folge Verluste und im schlimmsten Fall das Schließen von Filialen.”

Mit den jetzt bereitgestellten Mitteln könne Wehmeyer den erfolgreichen Sanierungskurs der vergangenen zwei Jahre fortsetzen. Ranjan lobte den ausgesprochen starken Zusammenhalt, den die Mitarbeiter angesichts der schwierigen Situation in den vergangenen Monaten gezeigt hätten.

Wehmeyer betreibt 23 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Von den insgesamt 500 Mitarbeitern beschäftigt das Unternehmen knapp 100 in seinen Filialen in Aachen, Alsdorf, Düren, Hückelhoven und Jülich.