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Aachen: Was ein Sparkassenchef verdient

Aachen : Was ein Sparkassenchef verdient

Die Gehälter der Sparkassenchefs in Nordrhein-Westfalen sind nach Recherchen des „Handelsblatts” auch 2014 im Schnitt stärker gestiegen als die Tarifgehälter der Angestellten. Während die durchschnittliche Vergütung der Chefs der 105 NRW-Sparkassen um 4,1 Prozent gewachsen sei, habe die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst bei drei Prozent gelegen, berichtete die Zeitung am Montag.

Der Durchschnittsverdienst der Topmanager habe im vergangenen Jahr bei rund 352.000 Euro gelegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe 2014 etwa 220.000 Euro bekommen. Hintergrund der Berechnung seien die von den Instituten vorgelegten Abschlüsse, in denen die NRW-Sparkassen die Gehälter ihrer Vorstände veröffentlichen müssten.

Spitzenverdiener ist mit 867.900 Euro der Chef der Kreissparkasse Köln, Alexander Wüerst. Auf dem zweiten Platz folgt der Chef der Sparkasse KölnBonn, Artur Grzesiek, mit 744.600 Euro. Hubert Herpers, Vorstandschef der Sparkasse Aachen, kam laut Jahresabschluss auf 634.000 Euro, der komplette fünfköpfige Vorstand auf 2,72 Millionen Euro.

Uwe Willner, Chef der Sparkasse Düren, erhielt 388.900 Euro (dreiköpfiger Vorstand insgesamt: 1,09 Millionen); Thomas Pennartz, Vorstandschef der Kreissparkasse Heinsberg, bezog 363.700 Euro (dreiköpfiger Vorstand insgesamt: 1,06 Millionen Euro).

Mittlerweile hätten 102 von 105 NRW-Instituten ihre Vorstandsverdienste offengelegt. Zwei weitere Sparkassen hätten die Vorlage bereits angekündigt. Einzige „Vollverweigerin“ sei derzeit die Sparkasse Fröndenberg. Laut Gesetz müsse der Träger der Sparkasse auf eine Offenlegung „hinwirken“. Bestraft werden könnten Verweigerer jedoch nicht.

(dpa/hjd)