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Düsseldorf: Warnstreiks der Metaller in NRW fortgesetzt

Düsseldorf : Warnstreiks der Metaller in NRW fortgesetzt

Die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie sind am Donnerstag fortgesetzt worden. Die IG Metall hat mehrere tausend Beschäftigte in über 150 Betrieben in Nordrhein-Westfalen dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

Schwerpunktmäßig werde in den Kölner Ford-Werken gestreikt, hieß es. Dort werde über 24 Stunden roulierend in allen Schichten und Werken vorübergehend die Arbeit niedergelegt.

Um 4.00 Uhr hätten sich rund 2500 Beschäftigte der Nachtschicht mit einem Fackelzug zu einer Kundgebung mit dem IG-Metall-Bezirksleiter von NRW, Oliver Burkhard, versammelt. Bei Ford in Köln-Merkenich beteiligten sich den Angaben zufolge 2200 Beschäftigte am Warnstreik. Um 10.30 Uhr sollte die Kundgebung der Frühschicht der Ford-Werke in Köln-Niehl mit IG-Metall-Chef Berthold Huber beginnen. Weitere Protestaktionen waren unter anderem in Gevelsberg und Gütersloh geplant.

Laut IG Metall beteiligten sich bis Mittwochabend mehr als 80.000 Metaller in 652 Betrieben an den Warnstreiks in NRW. Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie war am 1. November ausgelaufen.

Mit den Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, ein höheres Einkommensangebot in den Tarifverhandlungen vorzulegen. Die Tarifverhandlungen werden im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg am 11. November fortgesetzt.

Die IG Metall fordert für die bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche, darunter 700.000 in NRW, acht Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber bieten ab Januar 2,1 Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung in Höhe von 0,8 Prozent eines Jahreseinkommens für November und Dezember 2008.