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Düsseldorf: Waigel weist Vorwürfe im U-Ausschuss zu WestLB-Desaster zurück

Düsseldorf : Waigel weist Vorwürfe im U-Ausschuss zu WestLB-Desaster zurück

Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel hat im Untersuchungsausschuss zum WestLB-Niedergang Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Konzernverkauf zurückgewiesen.

Der Verkauf des damals bundeseigenen Stahlkonzerns Salzgitter 1989 an die Preussag AG sei korrekt gelaufen, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Ausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags. Das gelte auch für den Verkaufspreis. Vorwürfen zufolge soll Salzgitter zu niedrig bewertet worden sein, es habe sich um einen „politischen Preis” gehandelt. Die WestLB - inzwischen nach Milliardenverlusten zerschlagen - war einst Mehrheitsgesellschafterin der Preussag.

Waigel betonte, sein Ziel als Finanzminister ab 1989 sei es gewesen, für Salzgitter einen möglichst hohen Verkaufspreis zu erzielen. Mit dem Erlös von rund 2,45 Milliarden D-Mark sei die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gegründet worden. Weder Rechnungshof noch Europäische Kommission hätten gegen „Kaufpreis oder die Art der Abwicklung” bei späteren Prüfungen Bedenken erhoben.

(dpa)