1. Wirtschaft

Monschau: Vielzahl von Netzwerken soll die Eifel überspannen

Monschau : Vielzahl von Netzwerken soll die Eifel überspannen

Die Eifel will künftig im Europa der Regionen eine stärkere Rolle spielen. Längst ist das Gebiet, das sich aus Teilen von Nordrhein-Westfalen, von Rheinland-Pfalz und von Ostbelgien zusammensetzt, nicht mehr allein aus touristischen Gründen interessant.

Der 2005 gegründete Zusammenschluss Zukunftsinitiative Eifel ist dabei, die regionalen Kompetenzen zu bündeln und aus der „Eifel” eine attraktive Dachmarke zu entwickeln.

Ein wichtiges Mittel dazu sind sogenannte Netzwerke für so unterschiedliche Bereiche wie Kultur & Tourismus, Wald & Holz, Landwirtschaft, Handwerk & Gewerbe sowie Technologie & Innovation.

Am heutigen Freitag werden bei der diesjährigen Eifelkonferenz der Zukunftsinitiative auf Vogelsang u. a. die einzelnen Netzwerke eine Zwischenbilanz ihrer bisherigen Tätigkeit ziehen.

Im vergangenen Monat hat es zwei Treffen von mehr als 80 Unternehmen der Region, die sich mit den Themen Kunststoff und Maschinenbau befassten, im Innovationszentrum Monschau und in der Technik-Agentur Euskirchen (TAE) gegeben. Das war der Auftakt für die Unternehmer-Netzwerke „Kunststoff” und „Maschinenbau”, die in der Eifel den Unternehmen der Branchen durch Synergien, gegenseitigen Austausch und Kooperation Nutzen und Wettbewerbsvorteile bringen sollen.

„Wir stellen immer wieder fest, dass Unternehmen Kooperationspartner in Bayern, Niedersachsen oder sonst wo in der Republik haben, während es aber auch sehr häufig Unternehmen in der Region gibt, die die gleichen Leistungen liefern können. Daher ist der Gedanke entstanden, die Unternehmen der der Eifel in Netzwerke zusammenzufassen”, erläutert Thomas Wendland von der IHK Aachen die Zielsetzung.

„Die ersten Treffen der beiden Netzwerke Kunststoff und Maschinenbau sollten den Boden für einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch bereiten und dem Aufbau von Kooperationen zwischen den Unternehmen dienen”, ergänzt Ruth Roelen vom Kreis Aachen. Sie befasst sich dort mit dem Handlungsfeld Technologie und Innovation.

Erste Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit konnten bei den Treffen der beiden Netzwerke definiert werden. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, soll im Rahmen der Zukunftsinitiative Eifel gemeinsam mit den Hochschulen Trainee-Angebote vermittelt und Auftritte Eifeler Unternehmen auf studentischen Job-Vermittlungsmessen organisiert werden.

Professoren haben sich bereit erklärt, Studierende auf Arbeitsmöglichkeiten in Eifeler Betrieben hinzuweisen.

Zusammenschluss über die Landesgrenzen

Basis der Zukunftsinitiative Eifel waren das Handlungskonzept der Handwerkskammern Aachen, Koblenz und Trier, vorgestellt am 24. Juni 2005, und der Impuls der „Bitburger Erklärung” vom 2. September 2005, unterzeichnet von von den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier gemeinsam mit den zehn Eifelkreisen.

Insgesamt wird die Zukunftsinitiative Eifel getragen von acht Wirtschaftskammern, zehn Eifelkreisen und 53 Kommunen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.