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Stimmung in der Wirtschaft: Unternehmen fürchten eine düstere Zukunft

Stimmung in der Wirtschaft : Unternehmen fürchten eine düstere Zukunft

Die Stimmung bei den Unternehmen in unserer Region trübt sich deutlich ein. Auf diese Formel lassen sich die Ergebnisse der Frühjahrsumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen bringen.

„Wir sind mit großem Hurra ins Jahr 2022 gestartet“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Michael F. Bayer am Morgen in Aachen. Und auch aktuell werde die Lage von den Unternehmen im Kammerbezirk Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen noch positiv bewertet. „Aber die Zukunft sieht doch sehr düster aus“, sagte Bayer.

Durch den Krieg in der Ukraine hätten die Erwartungen einen herben Dämpfer erlitten. Und die Ergebnisse der Konjunkturumfrage bestätigen das. 360 Unternehmen wurden von Ende April bis Anfang Mai befragt. 19 Prozent bezeichneten ihre Geschäftserwartung als gut, 33 Prozent als schlecht. Bei der letzten Befragung zum Jahreswechsel hatte das Verhältnis noch bei 28 (gut) zu 15 (schlecht) gelegen. „Die Zuversicht wurde mit dem Ukrainekrieg komplett demontiert“, fasste Bayer die Lage zusammen.

Die Verunsicherung rührt laut den IHK-Erhebungen vor allem aus der Angst vor steigenden Energie- und Rohstoffpreisen. „83 Prozent sehen Preissteigerungen als größte Gefahr für die Konjunktur. Das ist der höchste Wert bei der Bewertung von Wirtschaftsrisiken seit Erhebung unserer Daten“, sagte Bayer.

(tp)