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Brüssel/Aachen: Unter Verdacht: Ermittler bei Saint-Gobain

Brüssel/Aachen : Unter Verdacht: Ermittler bei Saint-Gobain

Die EU-Wettbewerbsbehörde ermittelt wegen des Verdachts von Preisabsprachen gegen Flachglas-Hersteller, darunter befindet sich der französische Branchenriese Saint-Gobain.

Am Dienstag kam es dabei zu einer Razzia in der Deutschland-Zentrale in Aachen, bestätigte der Konzern am Donnerstag.

Die Brüsseler EU-Kommission vermutet, dass die Hersteller u.a. Preisanhebungen für Flach- und Autoglas abgesprochen und sich auf die Einführung einer „Energie-Gebühr” für Flachglas verständigt haben.

Zudem seien Autoglas-Kunden aufgeteilt sowie Zuliefer-Quoten verabredet worden. Auch der britische Hersteller Pilkington bestätigte eine Durchsuchung bei seiner schwedischen Tochter. Zu Razzien der Wettbewerbshüter kam es ferner in Frankreich, Belgien, Großbritannien und in Italien.

Falls die EU-Kommission förmliche Kartellverfahren eröffnet und ihre Vorwürfe beweisen kann, drohen den Unternehmen hohe Geldbußen von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes. Absprachen zum Schaden von Kunden und Verbrauchern sind verboten.