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Düsseldorf: Tarifverhandlungen im Einzelhandel offenbar ins Stocken geraten

Düsseldorf : Tarifverhandlungen im Einzelhandel offenbar ins Stocken geraten

Die Tarifverhandlungen für die rund 400.000 Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel machen offenbar keine Fortschritte.

Am Donnerstag werde es voraussichtlich zu keinem Abschluss kommen, sagte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Rande der dritten Verhandlungsrunde in Düsseldorf. Grund sei unter anderem die „starre Haltung” der Arbeitgeber in der Frage der Löhne und Gehälter. Weitere Verhandlungspunkte sind die Arbeitszeiten, tarifliche Sonderzahlungen und die Sicherheit in den Filialen. Nordrhein-Westfalen ist der größte Tarifbereich des deutschen Einzelhandels.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten der Branche Einkommenssteigerungen um 4,5 Prozent. Gleichzeitig soll im NRW-Einzelhandel ein monatliches Mindesteinkommen von 1500 Euro eingeführt werden. Dies entspreche einem Stundenlohn von 9,20 Euro.

Nach dem Willen der Gewerkschaft soll zudem für alle Beschäftigten eine Fünf-Tage-Woche gelten. Gleichzeitig sollen die Angestellten nicht mehr als zwei Samstage im Monat arbeiten. Wenn auf Veranlassung des Arbeitgebers von geplanten Arbeitszeiten abgewichen werde, solle außerdem ein Flexibilisierungszuschlag von 25 Prozent fällig werden, forderte ver.di.

In den bisherigen Verhandlungen hatten die Arbeitgeber die Gewerkschaftsforderungen abgelehnt. Nach Angaben von ver.di wollen sie die Arbeitszeiten weiter flexibilisieren und bestehende Zuschläge streichen.