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Studie: Draußen lebt das Huhn schlechter

Studie: Draußen lebt das Huhn schlechter

Hannover (an-o/ddp) - Die im Oktober 2001 vom Bundesrat verabschiedete Legehennenverordnung der Bundesregierung kommt erneut auf den Prüfstand. Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern fordern dies aufgrund einer neuen Studie.

Wie ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, gestern erklärte,sind Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover zu dem Befund gekommen, dass Hühner in Boden-, Volieren- und Freilandhaltung wesentlich schlechtere Lebensbedingungen haben als in der Käfighaltung oder in ausgestalteten Käfigen.

Der Studie zufolge liegt die Sterblichkeit bei Hühnern in Freilandhaltung, insbesondere bei Volierenhaltung mit Auslauf, bei etwa 20 Prozent. Bei der herkömmlichen Käfighaltung beträgt sie dagegen zehn Prozent. In ausgestalteten Käfigen, in denen Hühner in Kleingruppen von etwa 40 Tieren gehalten werden, liegt die Mortalitätsrate dagegen bei vier bis sechs Prozent.
Auch der Kannibalismus unter den Tieren ist bei Boden- und Volierenhaltung wesentlich stärker ausgeprägt als bei der Haltung in ausgestalteten Käfigen. Erkrankungen treten in offener Haltung wesentlich häufiger auf als in Käfigen. Die Legeleistung ist dagegen niedriger. Nach der geltenden Legehennenverordnung ist Batteriehaltung nur noch bis 2006 zulässig.