1. Wirtschaft

Aachen/Düren: Strohfeuer am Arbeitsmarkt

Aachen/Düren : Strohfeuer am Arbeitsmarkt

Lediglich saisonale Faktoren haben in der Region Aachen und Düren zu einer leichten Entspannung auf dem Arbeitsmarkt geführt.

Während die Arbeitslosenzahl im Bezirk des Arbeitsamtes Aachen um rund 1500 auf ca. 38500 zurückging, sank sie in Raum Düren um 329 auf 11865.

Unter dem Strich war die Arbeitslosigkeit im September im Grenzland dennoch deutlich höher als vor einem Jahr.

Im Bereich des Arbeitsamtes Aachen reduzierte sich die Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent und in Düren um 0,3 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent.

„Leider fehlt es nach wie vor an Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region. Die anhaltend schwache Nachfrage der Wirtschaft, nach Arbeitskräften, die hohe Zahl an neuen Arbeitslosmeldungen sowie die geringe Resonanz auf die neuen arbeitsmarktpolitischen Instrumente haben die Situation in den letzten zwölf Monaten nochmals massiv verschärft”, klagte Dirk Hokenböken, Leiter des Dürener Arbeitsamtes.

Tatsächlich hat sich die Arbeitslosigkeit in der Dürener Region in einem Jahr um 1208 Arbeitnehmer (11 Prozent) verschlechtert. Die Quote stieg um 0,8 Prozentpunkte.

Auch im Bereich des Aachener Amtes hat die Arbeitslosigkeit auf das Jahr bezogen deutlich zugenommen: Im Vergleich zum Vorjahr war ein Anstieg um 3335 Personen (9,5 Prozent) zu registrieren.

Auffallend waren nach Ansicht des Arbeitsamtes Aachen die hohen Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt. Zwar meldeten sich 5400 Personen neu arbeitslos - 400 weniger als im Vormonat - doch standen dieser Zahl 7200 Personen gegenüber, die im September die Arbeitslosigkeit beendeten.

Allein 3800 davon mündeten direkt in Erwerbstätigkeit oder in betriebliche und schulische Ausbildungen ein.

Die Arbeitgeber der Dürener Region meldeten insgesamt 420 offene Stellen, 40 Prozent mehr als im Vormonat. Allerdings wurde das Stellenangebot des entsprechenden Vorjahresmonats um 47 Prozent unterschritten.

Im gesamten Jahresverlauf fiel die Zahl der gemeldeten offenen Stellen um ein Fünftel niedriger aus als im Vorjahr.

Im September machten sich im Bezirk des Aachener Arbeitsamtes 225 Arbeitslose selbstständig - seit Jahresbeginn bereits 1600. Das waren 640 mehr als im Vorjahr.

Die Fördermöglichkeiten im Rahmen der so genannten „Ich-AG” nahmen 2003 bereits 375 Personen in Anspruch.