Herzogenrath: Steht Aixtron zum Verkauf?

Herzogenrath: Steht Aixtron zum Verkauf?

Der Herzogenrather Chip-Anlagenbauer Aixtron stellt sich offensichtlich selbst zum Verkauf. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg hat das Unternehmen die Investmentbank JPMorgan beauftragt, „strategische Optionen zu prüfen“, und spreche bereits informell mit möglichen Käufern.

Ein kurzfristiger Abschluss sei aber nicht zu erwarten. Zu den Gesprächspartnern zählten neben dem US-Rivalen Veeco Instruments auch Bieter aus China. Bloomberg beruft sich dabei auf „mit der Angelegenheit vertraute Personen“.

Aixtron selbst wollte die Meldung am Freitag nicht kommentieren. Das im TecDax notierte Unternehmen, das Chipanlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED) produziert, steckt wegen der schwierigen Marktanlage seit einiger Zeit in Schwierigkeiten und fährt einen strikten Sparkurs.

Erst im Dezember musste Aixtron einen herben Rückschlag wegen der Stornierung einer Großbestellung aus China einstecken. 2015 war der Umsatz um zwei Prozent auf 197,8 Millionen Euro gestiegen. Der Verlust ging um gut die Hälfte auf 29,2 Millionen Euro zurück.

Vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug das Minus 26,7 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es 58,3 Millionen Euro. Auch für 2016 recht Aixtron mit Verlusten. Ende 2015 waren bei Aixtron noch gut 750 Mitarbeiter beschäftigt. In besseren Zeiten waren es knapp 1000.

Mehr von Aachener Zeitung