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Aachen: Stawag feiert Bio-Erdgas-Premiere

Aachen : Stawag feiert Bio-Erdgas-Premiere

Die Stadtwerke Aachen (Stawag) speisen als erstes Unternehmen Bio-Erdgas ins nordrhein-westfälische Netz ein.

Die Stawag bereite eingekauftes Rohbiogas aus Mais, Rindergülle und Getreide in seiner Anlage in Straelen auf und speise es in das Netz der Gelsenwasser AG ein, teilte das Unternehmen am Dienstag in Aachen mit. Als besondere Herausforderung bei der Veredelung von Rohgas gilt, die Qualität von Erdgas zu erreichen. Die zweite Einspeisung aus einer Stawag-Anlage in Kerpen ins Netz des Energiekonzerns RWE war nach Diskussionen über Qualitätsstandards nicht wie geplant Ende 2006 gestartet.

Mit der Einspeisung aus Staelen habe die Stawag einen wichtigen Beitrag zum Ausbau dezentraler Energieerzeugung geleistet, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Attig. Das eingespeiste Gas entspreche exakt der Qualität und dem Brennwert des im Netz vorhandenen Erdgases. Die eingespeiste Gasmenge werde an anderer Stelle entnommen und in Blockheizkraftwerken besonders effizient genutzt.

Mit der in der Straelener Bio-Erdgas-Anlage erzeugten Energie könne der Strom- und Wärmebedarf von rund 5200 Haushalten gedeckt werden. Die Stawag hat in den Bau der Anlage rund zwei Millionen Euro investiert. Insgesamt sind Investitionen von 50 Millionen Euro in das Bio-Erdgas-Projekt in den nächsten Jahren geplant. Es sei Teil der Strategie, durch mehr Eigenerzeugung von Strom und Wärme unabhängiger von großen Stromproduzenten und von Entwicklungen am Großhandelsmarkt zu werden.