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Düsseldorf: Stabile Stromtarife in der Region

Düsseldorf : Stabile Stromtarife in der Region

Die regionalen Stromversorger haben trotz des Wegfalls der Preisaufsicht durch das NRW-Wirtschaftsministerium zum 1. Juli die Tarife nicht erhöht.

Kunden der Stadtwerke Aachen AG (Stawag) müssen sogar jetzt weniger zahlen. Das ergibt sich aus einer Preisübersicht des Ministeriums, die am Donnerstag in Düsseldorf vorgelegt wurde.

Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden (kWh) muss im Landesdurchschnitt brutto 720,46 Euro zahlen, der bundesweite Schnitt liegt nach Angaben des Ministeriums bei 725,96 Euro.

Billigster Anbieter in NRW sind die Stadtwerke Gronau mit 600,13 Euro, teuerster die SWK Energioe GmbH, Krefeld mit 797,95 Euro. Die regionalen Unterschiede im Bundesland belaufen sich damit auf nahezu 200 Euro.

20 der insgesamt 119 Versorger im Land haben seit dem 1. Juli ihre Preise um 1,7 bis 19,1 Prozent angehoben. Bei den beiden größten Versorgern, RWE AG, Essen, und E.ON AG, Düsseldorf, sind die Preise bislang stabil geblieben.

Die RWE-Versogungsunternehmen Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems verlangen im Normaltarif 747,14 Euro, die E.ON Westfalen Weser AG berechnet 702,18 Euro. Die RWE Rhein-Ruhr, die auch in den Kreis Düren liefert, berechnet Sondervertragskunden für 3500 kWh im Jahr allerdings nur 725,72 Euro.

Die Stawag verlangt 743,58 Euro, beim preisgünstigsten Sondervertrag des Aachener versorgers sind es nur 719,68 Euro. Kunden der Stadtwerke Düren zahlen 732,56 Euro. Bei der WestEnergie, Erkelenz sind es 713,41, bei Sondervertragskunden 701,91 Euro.

Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) kündigte weitere Strompreisuntersuchungen an. „Wir werden die Preisabfragen kartellrechtlich bewerten und bei missbräuchlicher Angebung einschreiten.”