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Aachen: Sparkassen zeichnen Jungmeister aus

Aachen : Sparkassen zeichnen Jungmeister aus

Trotz der Abschaffung des generellen Meisterzwangs in zahlreichen Gewerken bleibt der Meisterbrief die entscheidende Qualifikationsnorm im Handwerk.

Das erklärte Dieter Philipp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und der Handwerkskammer Aachen, am Sonntag bei der zentralen Meisterfeier der Handwerkskammer Aachen. Im Theater Aachen erhielten insgesamt 214 Jungmeister ihre Reifezeugnisse als Unternehmer.

Die Zahl der frischgebackenen Meister aus der Region zwischen Euskirchen und Erkelenz erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent. Philipps wertete diese Steigerung als „Vertrauensbeweis für das Gütesiegel Meisterbrief”.

Der Meisterbrief sei auch nach der novellierten Handwerksordnung in fast 90 Prozent aller deutschen Betriebe die Grundvoraussetzung, um einen Fachbetrieb zu führen und Lehrlinge auszubilden: „Wir haben den Angriff der Bundesregierung auf den Meisterbrief weitgehend erfolgreich abgewehrt”.

Nach Ansicht von Adolf Terfloth, Vorstandschef der Sparkasse Düren, ist ein Meisterbrief vor allem im Hinblick auf die Kreditvergabe unentbehrlich: „Je besser die Ausbildung, desto besser das Rating und damit die Finanzierungsmöglichkeiten für junge Betriebe”. Dem Nachwuchs räumt Dieter Philipp wieder gute Chancen ein. Nach Jahren der Stagnation hoffe das Handwerk auf eine konjunkturelle Trendewende.

Für herausragende Leistungen in der Meisterprüfung erhielten neun junge Meister den mit insgesamt 15000 Euro dotierten „Meisterpreis der Sparkasse”. Zum fünften Mal hatten die Sparkassen Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen den Preis ausgelobt.

Ausgezeichnet wurden Friseurin Silvana Vanda Anna Granz-Mazzanti, Eschweiler, Maler und Lackierer Christian Herkenrath, Herzogenrath, Elektrotechniker Dirk Scheen, Aachen, Optiker Dieter Hofer, Merzenich, Elektrotechniker Mike Schmitz, Heinsberg, Installateur Frank Dahlmanns, Gangelt, Friseurin Birgit Nücken, Mechernich sowie die beiden Tischler Holger Kleemann und Armin Schocke aus Euskirchen.