Radikaler Sparkurs: Sparda-Bank West schließt mehr als die Hälfte aller Filialen

Radikaler Sparkurs : Sparda-Bank West schließt mehr als die Hälfte aller Filialen

Die genossenschaftliche Sparda-Bank West fährt in den nächsten Jahren einen radikalen Sparkurs. In Folge schließt das auch in Aachen, Düren und Jülich vertretene Geldhaus 43 seiner 82 Filialen.

Bis 2022 sollen dem Vernehmen nach 250 der 1000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Die Sparda-Bank begründet ihren Sparkurs unter anderem damit, dass immer weniger Kunden die Zweigstellen nutzten und ihre Bankgeschäfte zunehmend online erledigten.

„Als eine Genossenschaftsbank, die sich an den Bedürfnissen ihrer Mitglieder und Kunden orientiert, müssen wir darauf reagieren und unser Angebot an die Wünsche und Erwartungen unserer Kunden anpassen“, hatte Vorstandschef Manfred Stevermann jüngst gesagt.

Nicht von der Schließung betroffen sind die Filialen in Aachen, Düren und Jülich, hieß es von Seiten der Sparda Bank. Zum Status des SB-Centers in Aachen könne man aktuell noch nichts Konkretes sagen, sagte eine Sprecherin.

Angeblich sind dem Institut aus Zinssicherungsgeschäften Millionenverluste entstanden. Diese seien in ähnlicher Größenordnung auch in den kommenden vier Jahren zu erwarten, hieß es am Mittwoch aus dem Umfeld der Bank. 

Hinweis: In einer ersten Fassung des Textes war zu lesen, dass es auch in Heinsberg eine Filiale gäbe. Tatsächlich gibt es in unserer Region Filialen in Aachen, Düren und Jülich.

(dpa/red)
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