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Düsseldorf/Aachen: Siemens baut Arbeitsplätze in NRW ab

Düsseldorf/Aachen : Siemens baut Arbeitsplätze in NRW ab

Der Arbeitsplatzabbau bei Siemens in Nordrhein-Westfalen betrifft nach Angaben von Betriebsräten mehr Standorte als bislang bekannt.

Neben den Zweigniederlassungen Köln, Düsseldorf, Essen, Aachen, Wuppertal und Siegen werden auch an den Standorten Dortmund und Arnsberg massive Stellenveränderungen befürchtet.

Der Dortmunder Siemens-Betriebsrat geht von 200 betroffenen Arbeitsplätzen aus. In Arnsberg seien alle Arbeitsplätze in Gefahr, heißt es in einer Betriebsratsmitteilung. In Dortmund droht der Betriebsrat mit der Verweigerung von Mehrarbeit und der Kündigung der Arbeitszeit- Flexibilisierung.

Wie eine Siemens-Sprecherin am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, lassen sich zu den möglichen Auswirkungen für den Standort Aachen noch keine Angaben machen. In der dortigen Zweigniederlassung, die teilweise auch für die gesamte Euregio und Luxemburg zuständig ist, sind 145 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Siemens-Arbeitnehmer in NRW befürchten vor allem im Dienstleistungsbereich der Sparten Gebäudetechnik, Industrie und Netzwerk einschneidende Veränderungen. In NRW sollen nach Schätzung der Betriebsräte rund 4000 Stellen bedroht sein. IG Metall-Sprecher Wolfgang Nettelstroth bezeichnete die Schätzung als realistisch.

Konkrete Zahlen werde es aber wohl erst im Oktober geben. Weltweit will Siemens rund 35 000 Arbeitsplätze in den kommenden Jahren abbauen.