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Europa-Premiere: Selbstständiges 5G-Netz wird in der Städteregion getestet

Europa-Premiere : Selbstständiges 5G-Netz wird in der Städteregion getestet

Bislang wird das 5G-Netz für mobile Daten von der bestehenden 4G-Infrastruktur unterstützt. In der Städteregion Aachen will der Anbieter Vodafone den neueren Standard erstmals auch davon abgekoppelt anbieten, Nutzer sollen von einem schnelleren Netz profitieren.

Sämtliche Kunden des Netzanbieters Vodafone in der Städteregion Aachen sollen bereits in diesem Monat die Möglichkeit bekommen, das alleinstehende 5G-Netz zu nutzen, sofern es durch die Endgeräte unterstützt wird. Diese müssten teilweise noch aktualisiert werden, um sich in das Netz einwählen zu können. Das teilte das Unternehmen am Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Bislang wird das 5G-Netz europaweit von der bestehenden Infrastruktur für 4G – also LTE – unterstützt. Nun soll das 5G-Netz auch alleinstehend funktionieren. Vodafone verspricht sich davon eine schnellere Datenübertragung, eine um 20 Prozent größere Reichweite ihrer Antennen und einen geringeren Akkuverbrauch von Handys, die sich dann nicht mehr in zwei Netze gleichzeitig einwählen müssen.

Bis 2023 wolle man in Deutschland insgesamt zehn 5G-Rechenzentren bauen, das erste sei bereits in Frankfurt in Betrieb genommen worden. In der Städteregion Aachen wurden am Freitag die ersten sechs 5G-Antennen an dieses Rechenzentrum angebunden. Jede dieser Antennen könne nun pro Quadratkilometer von bis zu einer Million Endgeräten genutzt werden. Das sei eine Verzehnfachung des bisherigen Wertes, so Vodafone.

Das Unternehmen testet den neuen Mobilfunkstandard mit Partnern – etwa im Einsatzbereich der Drohnen – auch am Aldenhoven Testing Center. Bis Ende des Jahres sollen in Deutschland 30 Millionen Menschen den neuen Mobilfunkstandard nutzen können, verspricht Vodafone.

(red)