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Aachen: Schumag stellt Weichen: Maschinenbau-Sparte verkauft

Aachen : Schumag stellt Weichen: Maschinenbau-Sparte verkauft

Der Verkauf der profitablen Maschinenbau-Sparte der Aachener Schumag AG an die SMS Meer GmbH Mönchengladbach ist beschlossene Sache.

Arbeitnehmer und Kapitalseite haben sich jetzt im Aufsichtsrat darauf verständigt.

Außerdem gehört Konstantinos Kazinakis, Sohn des Mehrheitsaktionärs Andreas Kazinakis, mit Wirkung zum 15. Dezember nicht mehr dem Aufsichtsrat an. Er wolle sich nun der „Begleitung der Schumag-Investitionen und -Neuzukäufe im In- und Ausland” widmen, ließ er mitteilen. Mit Arndt Krebs gibt es ein neues Mitglied im Vorstand.

Der bereits unterzeichnete Vertrag mit SMS Meer, Teil der SMS group Düsseldorf, muss noch vom Kartellamt abgesegnet werden. Die Maschinenbausparte soll nach dem Verkauf als eigenständige Gesellschaft geführt werden, Aachen soll Produktionsstandort bleiben.

Die Einigung kam laut Pressestelle der Babcock Schumag Group Berlin zustande, nachdem die Kapitalseite einer Forderung der Arbeitnehmer zugestimmt hatte: Investitionen in die Modernisierung des Bereichs Präzisionsteile. Ein erster Schritt soll der Neubau einer Produktionsstätte sein. Der Vorstand will außerdem Produktionsstätten in den USA und China schaffen. Vielleicht ein Feld für den neuen Vorstand Krebs.

Der 43-Jährige soll für die strategische Unternehmensentwicklung verantwortlich zeichen. Er war bislang Geschäftsführer der Babcock Industrierohrleitungsbau GmbH Leverkusen, die mit der Schumag Teil der Babcock Schumag Group ist, deren Anteile von der Familie Kazinakis kontrolliert werden. Der Schumag-Vorstand besteht somit aus Krebs, Heiner Kudrus, Günter Finke und Rainer Kiechl, der zum Sprecher ernannt wurde.