Zürich/Köln: Schokohersteller Stollwerck bekommt neuen Besitzer

Zürich/Köln: Schokohersteller Stollwerck bekommt neuen Besitzer

Der Schokoladenhersteller Stollwerck bekommt einen neuen Besitzer. Käufer des Herstellers von Marken wie Sarotti, Alpenrose, Alpia und Jaques sei die belgische Baronie-Gruppe, teilte der jetzige Eigner Barry Callebaut am Montag in Zürich mit.

Damit trennt sich der weltgrößte Schokoladenproduzent von seinem Schokoladengeschäft für den europäischen Einzelhandel. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.

Die Stollwerck-Gruppe mit Sitz in Köln verkauft jährlich mehr als 100.000 Tonnen Schokolade und erzielte zuletzt einen Umsatz von rund einer halben Milliarde Euro. Neben den Hausmarken stellt Stollwerck mit seinen 1700 Mitarbeitern auch Schokolade für andere Unternehmen her. Zu der Gruppe gehören drei deutsche Fabriken und die Alpenrose-Schokoladenfabrik in Caslano im Tessin sowie je ein Werk in Frankreich und Belgien.

Die Übernahme muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Barry Callebaut hatte die deutsche Stollwerck-Gruppe 2002 übernommen. Der Verkauf von Stollwerck geht mit der Strategie von Barry Callebaut einher, sich als Zulieferer von Flüssigschokolade und Halbfertigprodukten für die Schokoladenindustrie zu positionieren.

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