Herzogenrath: Schmetz setzt jetzt auf Nischenprodukte

Herzogenrath: Schmetz setzt jetzt auf Nischenprodukte

Der letzte Standort der Nadelproduktion in der Region wird wiederbelebt: Nur vier Wochen nach der Schließung der PME Produktionsgesellschaft für metallische Erzeugnisse mbH geht in Herzogenrath die neu gegründete Schmetz Nadelproduktion GmbH an den Start.

Mit einem nur bei Schmetz vorhandenen Know-how, so erläutert Geschäftsführer Ulrich Henkel auf Anfrage dieser Zeitung, verspricht sich das neue Unternehmen, mit einer auf Marktnischen ausgerichteten Fertigung von Spezialnadeln für hochwertige Textilien - der auch bisher rentablen Sparte - am deutschen Standort weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Etwa 87 der ehemaligen PME-Mitarbeiter werden dazu ab 10. Januar den Betrieb in der angestammten Produktionsstätte wieder aufnehmen.

PME mbH war in Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ins Schwanken geraten. Zwei Jahre war Kurzarbeit gefahren worden, zum Schluss gab es nur noch Produktion für etwa 30 Prozent der Beschäftigten.

Gegen Ende des vergangenen Jahres hatten sich der vorläufige Insolvenzverwalter, die Geschäftsführung, der Betriebsrat und die IG Metall deshalb auf einen Sozialplan für die 258 Mitarbeiter geeinigt. Dieser beinhaltete im Wesentlichen den Übergang in eine Transfergesellschaft - letztlich auch, um den Weg für die Ausgründung der neuen Gesellschaft für die erfolgversprechenden Nischenprodukte freizumachen, wie Franz-Peter Beckers, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Aachen, erklärt.

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