Aachen/Düsseldorf: Schlichtung noch ohne Ergebnis

Aachen/Düsseldorf: Schlichtung noch ohne Ergebnis

Die erste Schlichtungsrunde in den Tarifverhandlungen für die rund 2000 Beschäftigten von Saint Gobain Glass und Sekurit in der Aachener Region, in Köln-Porz und Mannheim sind in Düsseldorf ohne Ergebnis vertagt worden.

Eine Fortsetzung ist für den 15. November geplant. „Arbeitgeber bewegt sich keinen Millimeter”, überschrieb Manfred Maresch, stellvertretender Bezirksleiter der Industrie-Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) in Alsdorf, ein Flugblatt an seine Kollegen in den Betrieben.

Die von Saint-Gobain-Personaldirektor Reinhard Runte angeführte Verhandlungsdelegation habe sich „auf ihr erstes Angebot zurückgezogen”. Demnach sollen sich die Beschäftigten mit einer Einmalzahlung von 280 Euro und ab dem 1. Januar 2011 mit einer Erhöhung von 1,9 Prozent für 14 Monate bei einer Gesamtlaufzeit von 24 Monaten begnügen. Hinzu käme eine „Öffnungsklausel”, um Löhne und Gehälter im Bedarfsfall um bis zu zehn Prozent absenken zu können. Die Gewerkschaft will eine höhere Einmalzahlung sowie ab Oktober ein Lohnplus von drei Prozent.

„Mehr als eine Erhöhung von 2,5 Prozent und 350 Euro Einmalzahlung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich”, nannte Runte indes höhere Zahlen als die IGBCE. Positive Sondereffekte wie die großen Aushilfslieferungen an die polnische Schwestergesellschaft oder bedeutende Liefermengen für die Autoindustrie würden 2011 wegfallen. Runtes Fazit: „Wir rechnen mit einem Einbruch der Geschäfte.”

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