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RWE verdiente weniger

RWE verdiente weniger

Essen (an-o/dpa) - Das einträgliche Stromgeschäft hat dem Versorgungskonzern RWE, Essen, einen massiven Gewinneinbruch erspart.

Wie RWE am Mittwoch berichtete, ging Jahresüberschuss 2002 um etwa 22 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zurück. Gründe für den Rückgang seien nach zahlreichen Unternehmensübernahmen vor allem Abschreibungen, Finanzierungskosten, ein schwaches Nicht-Kerngeschäft sowie Sonderbelastungen.

Das Betriebsergebnis stieg dagegen um mindestens 12 Prozent auf rund 4,38 Milliarden. Während die Essener bei Strom, Gas und Wasser jeweils ein zweistelliges Prozentplus verbuchten, belastete der Bereich Umwelt die Bilanz. Das Betriebsergebnis brach hier um mehr als 33 Prozent ein. Ursache seien geringere Gewinnspannen wegen des Wettbewerbs auf dem deutschen Entsorgungsmarkt.

Die negativen Effekte seien bis auf die Abschreibungen jedoch durch den Gewinn aus dem Verkauf des RWE-Anteils an der Shell & Dea Oil zum größten Teil kompensiert worden, hieß es.

Für mehr als 30 Milliarden Euro hat RWE seit 2000 Wasserversorger, Gasunternehmen und Stromlieferer eingekauft. "Die Zahlen sind positiv zu werten", sagte der Analyst Hartmut Moers vom Bankhaus Oppenheim, Köln. "Es waren große Investitionen, aber damit wurde auch etwas Großes geschaffen."