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Köln: Privatrente wird teurer

Köln : Privatrente wird teurer

Die Beiträge für private Rentenversicherungen werden voraussichtlich deutlich teurer.

Wegen der gestiegenen Lebenserwartung der Deutschen dürften die Beiträge für die private Rentenvorsorge bei Frauen im Schnitt um bis zu 12 Prozent und bei Männern um bis zu 20 Prozent klettern, berichtete die Deutsche Aktuarvereinigung am Mittwoch in Köln.

Die Versicherungsmathematiker präsentierten dort eine neue Sterbetafel, Grundlage für die Berechnungen der Versicherer.

Menschen um die 65 Jahre, die eine Rentenversicherung mit Einmalzahlung und sofortigem Auszahlungsbeginn abschließen, müssen der neuen Kalkulation zufolge mit rund 10 Prozent höheren Beiträgen rechnen als bisher.

In Kraft treten soll die neue Berechnung am 1. Januar 2005, sie gilt dann ausschließlich für neu abgeschlossene Verträge.

„Wenn man heute einen Vertrag abschließt, können die Prämien nicht (an die neue Kalkulation) angepasst werden”, sagte der Vorstandschef der Aktuarvereinigung, Kurt Wolfsdorf.

Die Privatrente würde zudem nicht wirklich teurer: „Sie wird ja auch länger ausgezahlt, jedenfalls im statistischen Durchschnitt.” Heutige 60-Jährige haben eine Lebenserwartung von 79 Jahren (Männer) bzw. 84 Jahren (Frauen).

Vor einem Vierteljahrhundert lag die Lebenserwartung in dieser Altersgruppe noch um rund vier Jahre niedriger.

„Dieser Trend wird sich nicht unendlich fortsetzen”, betonte Wolfsdorf. Erkenntnisse aus den USA und Japan belegten, dass sich die Steigerung der Lebenserwartung dort verlangsame.