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Amsterdam: Philips legt die Latte höher

Amsterdam : Philips legt die Latte höher

Der Vorstand legt die Latte höher: Der niederländische Elektrokonzern Philips, Amsterdam strafft die Organisation und will den operativen Gewinn je Aktie in drei Jahren mehr als verdoppeln.

Künftig gibt es im Konzern die Geschäftsfelder ( Kernsektoren) Gesundheit (Healthcare), Beleuchtung (Lighting) und Konsum (Consumer Lifestyle); diese r letztere Bereich setzt sich aus den Sparten Konsumentenelektronik und elektrischen Haushaltsgeräten zusammen.

Durch die organisationsstruktur sollen die Kosten gesenkt und die Margen erhöht werden, teilte das Unternehmen am Montag bei Vorstellung des Strategiepapiers „Vision 2010” in Amsterdam mit. Die Marge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) soll so bis 2010 über die Marke von 10 Prozent klettern.

Für dieses Jahr hat sich das Philips-Management eine Rendite von 7,5 Prozent vorgenommen. Hier sei das Unternehmen auch auf gutem Wege, sagte Vorstandschef Gerard Kleisterlee. Der Umsatz soll von 2008 bis 2010 pro Jahr um mindestens sechs Prozent ansteigen.

„Es ist der richtige Zeitpunkt, unseren Aktionären einen klaren Fahrplan zu nennen, wo Philips 2010 stehen soll”, sagte Kleisterlee Außerdem wolle sich der Konzern kundennäher profilieren. „Die Zeit in der man Produkte rund um die Technologie und Industrie strukturierte und konzipierte, de ist vorbei.”

Ferner will Philips jährlich 150 bis 200 Millionen Euro an Kosten einsparen. Das laufende Kostensenkungsprogramm mit einem Volumen von 500 Millionen Euro wird Ende des Jahres abgeschlossen sein. Kleisterlee betonte, dass es im Zuge der Neuaufstellung des Konzerns „keine Entlassungen geben wird.” Ziel sei es, Philips zu einem „Powerhouse für konsumentenorientierte Technologielösungen zu machen.”

Philips setzte 2006 mit rund 125.800 Mitarbeitern in mehr als 60 Ländern 27 Milliarden Euro im Jahr um.