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Amsterdam: Philips kann 2004 Gewinn vervierfachen

Amsterdam : Philips kann 2004 Gewinn vervierfachen

Die niederländische Royal Philips Electronics NV hat im vergangegen Jahr den Gewinn mehr als vervierfacht.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 2,8 Milliarden (Vorjahr: 695 Millionen) Euro stellt das beste Ergebnis seit dem Jahr 2000 dar. Philips übertraf damit klar die Markterwartungen. Die Umsätze von Europas größten Elektronikkonzern legten trotz erheblich negativer Wechselkurseinflüsse leicht auf 30,3 (29,04) Milliarden Euro zu.

Philips-Chef Gerard Kleisterlee zeigte sich sichtlich zufrieden mit der Leistung des Konzerns, weil das Resultat beweise, „dass Philips auch in schwierigen Marktverhältnissen profitabel wirtschaften, nachhaltig wachsen und die vorgegebenen Ertragsziele erreichen kann.” Die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr stimme ihn „vorsichtig optimistisch”.

Der Vorstandsvorsitzende gab aber für 2005 keine konkrete Gewinnprognose ab, „weil sich die Märkte rasch wandeln und vor allem das Wirtschaftwachstum in Europa noch fragil ist”.

Die Divindende soll um 10 Prozent auf 0,40 Euro je Aktie angehoben werden. Auch will Philips im ersten Halbjahr ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 750 Millionen Euro durchführen, kündigten Kleisterlee und der scheidende Philips-Finanzvorstand Jan Hommen an.

Nach einer vierjährigen Reorganisationsperiode und dem Start der neuen Marketingstrategie Sense & Simplicity im vergangenen Jahr ist der niederländische Hightech-Konzern jetzt so gut aufgestellt, dass Philips die Expansion wieder ins Auge fassen kann. Das künftige Wachstum soll auch über Akquisitionen realisiert werden.

Die Unternehmensbereiche, die Priorität haben, sind die Medizintechnik, elektronische Haushaltsgeräte und Körperpflege (DAP) sowie die Sparte Licht, mit der Philips nach wie vor Weltmarktführer ist. Ab Mai wird Kleisterlee die Division Medizintechnik selbst leiten. Spätestens dann sind größere Akquisitionen auf diesem Gebiet zu erwarten.

Die „Kriegskasse” ist prall gefüllt. Nach Angaben von Hommen, der mit Erreichen der Altersgrenze von 62 Jahren das Unternehmen zum 1. Mai verlässt, disponiert der Elektronikriese über Barbestände von rund vier Milliarden. Ebenso hoch ist der Schuldenstand, so dass Philips per saldo netto schuldenfrei ist.

Durch den Ausbau der Kernbereiche Medizintechnik, Haushaltsgeräte und Licht will Kleisterlee die Transformation in Lifestyle- und Technologie-Company beschleunigen und das Unternehmen weniger abhängiger von Konjunkturzyklen machen.