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Aachen: Nur wenig Besserung, aber viel Bewegung

Aachen : Nur wenig Besserung, aber viel Bewegung

Auf dem Arbeitsmarkt der Region Aachen hat es im letzten Jahr viel Bewegung geben - eine spektakuläre Besserung blieb allerdings aus.

Deutlich günstiger sieht die Bilanz der Stellenzugänge aus, die von 15400 auf 22900 anstieg. Trotz der wachsenden Zahl positiver Meldungen aus der Wirtschaft bleiben Gabriele Hilger und Angela Schoofs von der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aachen für das laufende Jahr skeptisch. „Wir können keine Besserung für den regionalen Arbeitsmarkt prognostizieren”, erklärten sie am Dienstag.

Bei den Abgängen aus der Arbeitslosigkeit spielten im vergangenen Jahr in der Region Aachen die Existenzgründungen („Ich-AG” und Empfänger von Überbrückungsgeld) mit 2500 eine geringere Rolle als 2004, wo die Statistik 2968 Personen nennt. Hilger nennt als Ursache einen „Vorzieh-Effekt” wegen der 2005 wirksam gewordenen Hartz-IV-Regelungen. Insgesamt registriert sie einen weiterhin stabilen Trend zu Existenzgründungen in der Region.

Schlecht sah es im vergangenen Jahr auf dem Ausbildungsstellenmarkt aus, wo sich die Schere zwischen gemeldeten Stellen und Bewerbern weiter öffnete. Zum Schluss des Ausbildungsjahres 2004/05 kamen auf 5641 (2003/04: 5479) Bewerber 4865 ( 5541) neue Ausbildungsverträge.

In der Nachvermittlungszeit bis Dezember konnten bis auf zwölf Bewerber alle Jugendlichen untergebracht werden - in berufsvorbereitende Maßnahmen und Praktika.

Ende Dezember gab es im Agenturbezirk Aachen 36.540 „Bedarfsgemeinschaften (meist Familien) mit 69.915 Personen, die Unterstützung nach dem Sozialgesetzbuch II erhielten. 49.272 bekamen das neue Arbeitslosengeld II - hiervon waren 33.478 arbeitslos gemeldet. 10.086 Alg-II-Bezieher begannen eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme.