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Düsseldorf: NRW wächst stärker als Bundesdurchschnitt

Düsseldorf : NRW wächst stärker als Bundesdurchschnitt

Nordrhein-Westfalens Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2007 nach vorläufigen Zahlen preisbereinigt um 3,0 Prozent gewachsen. Damit lag der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) NRW über dem Bundesdurchschnitt von 2,9 Prozent.

Dies geht aus der am Montag veröffentlichten Übersicht des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder” hervor. Im 1.Halbjahr 2006 hatte es in NRW nur eine halb so hohe Wachstumsrate gegeben.

Zum Aufwärtstrend in NRW trug vor allem das verarbeitende Gewerbe bei, das real um 7,2 Prozent wuchs. Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) sagte, NRW habe zu den „Treibern des Wachstums” aufgeschlossen. „Das starke Wachstum bei den Auftragseingängen im verarbeitenden Gewerbe und vor allen Dingen die Zuwächse bei den Investitionsgütern versprechen einen dauerhaften, soliden Konjunkturaufschwung.”

Im Gesamtjahr 2006 hatte NRW mit einem Wachstum von 2,4 Prozent 0,3 Punkte unter dem Bundesdurchschnitt gelegen. Auch in den Jahren davor war die NRW-Wirtschaft unterdurchschnittlich gewachsen. Neben NRW weisen unter anderem auch Bayern (3,5 Prozent) und Baden-Württemberg (3,1 Prozent) im 1. Halbjahr 2007 überdurchschnittliche Konjunkturdaten auf. Diese drei bevölkerungsreichsten Bundesländer erwirtschaften zusammen mehr als die Hälfte des deutschen BIP.

An die Spitze der Bundesländer hat sich beim Wirtschaftswachstum demnach Mecklenburg-Vorpommern gesetzt - mit plus 4,0 Prozent. Allerdings trägt Mecklenburg-Vorpommern nur einen sehr geringen Teil zur deutschen Wirtschaftsleistung bei. Die Statistiker sehen die Halbjahreszahlen als eine Momentaufnahme, die manche Wirtschaftsbereiche nicht vollständig erfasst. Bei den endgültigen Jahreszahlen können sich deshalb erhebliche Abweichungen ergeben.