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NRW-Haushalte sparen weniger

NRW-Haushalte sparen weniger

Bonn (an-o) - Die Deutschen legen immer mehr auf die hohe Kante: Die Sparquote steigt im laufenden Jahr zum dritten Mal in Folge. Eine Ausnahme ist indes NRW.

Wie die Postbank AG, Bonn, am Mittwoch unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Bundesbank berichtete, legen die privaten Haushalte von ihrem verfügbarem Einkommen durchschnittlich 10,5 Prozent zurück, nach 10,4 Prozent im Vorjahr. und 10,1 Prozent im Jahr 2001. Das heißt, von 100 Euro verfügbarem Einkommen werden die Verbraucher im laufenden Jahr zehn Euro und fünfzig Cent sparen.

Gemessen an der Höhe der Sparguthaben haben die Bremer die traditionell führenden Bayern und Baden-Württemberger überrundet - mit 8183 Euro Ende März. Es folgen die Ex-Sparmeister aus Baden-Württemberg mit 8140 Euro und die Bayern mit 8130 Euro. Im Mittelfeld rangieren die Nordrhein-Westfalen mit 6600, dies ist zum Vorjahr ein Minus von 66 Euro. Damit liegt NRW im Trend. Per saldo sind die Guthaben in Westdeutschland rückläufig, während die Ostdeutschen mehr auf dem Sparbuch oder als Festgeld zurücklegen.

Die Postbank führt die generell höhere Sparneigung auf die Konsumzurückhaltung und die Angst um den Arbeitsplatz zurück.

Daher machen auch risikoreichere Anlageformen wie Aktien und Investmentfonds (Stand: 2002) nur noch ein Viertel aus. Für die Altersvorsorge werden Lebens- und Rentenversicherungen bevorzugt. Insgesamt wurden 2002 knapp 145 Milliarden Euro in den Sparstrumpf gesteckt.