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Düsseldorf: NRW-Handwerk stoppt Personalabbau

Düsseldorf : NRW-Handwerk stoppt Personalabbau

Das Handwerk in Nordrhein-Westfalen hat den seit zehn Jahren andauernden Personalabbau fast gestoppt. Wie der Nordrhein-Westfälische Handwerkstag (NWHT), Düsseldorf, am Mittwoch mitteilte, schrumpften die Belegschaften zwischen Herzogenrath und Höxter im vergangenen Jahr nur noch um 1,0 Prozent, damit zählte der Wirtschaftszweig noch 977.000 Mitarbeiter.

2005 waren noch 4,9 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen worden. In zehn Jahren gingen, so NWHT-Geschäftsführer Thomas Köster, insgesamt 400.000 Stellen verloren. Derzeit zeichne sich schon ein Fachkräftemangel ab - etwa im hoch technisierten Zulieferhandwerk.

In der Summe sei das nordrhein-westfälische Handwerk nach einer Dursttrecke von zwölf Jahren wieder auf einen Wachstumskurs eingeschwenkt. Die Umsätze hätten sich 2006 um 2,5 Prozent erhöht, im Jahr zuvor waren die Erlöse der Betriebe noch um 4,1 Prozent auf 97,6 Milliarden Euro geschrumpft.

Für das laufende Jahr sind die Aussichten jedoch bereits wieder getrübt. Erwartet wird nur ein Umsatzplus von weniger als einem Prozent. „Das ist zu wenig, um wieder mehr Beschäftigung aufzubauen”, sagte NWHT-Vorsitzender Wolfgang Schulhoff. Nach einer NWHT-Umfrage gehen lediglich 16 Prozent der Unternehmen davon aus, dass sich der Aufwärtstrend fortsetze. Die Investitionsneigung bleibe weiter verhalten.

Als „Bremsklötze” werden neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer vor allem die aus Sicht des Handwerks weiterhin zu hohen Lohnnebenkosten gesehen.