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Düsseldorf: NRW-Darlehen für prima Klima und billigere Mieten

Düsseldorf : NRW-Darlehen für prima Klima und billigere Mieten

Mit einem neuen Darlehensprogramm sollen in Nordrhein-Westfalen alte Sozialwohnungen saniert und die Nebenkosten der Mieter dadurch gesenkt werden.

Das kündigten die Minister für Bauen und für Energie, Oliver Wittke und Christa Thoben (beide CDU) am Montag in Düsseldorf an. Bedarf für eine bessere Wärmedämmung, neue Fenster oder Heizungen sieht die Landesregierung in 200.000 alten Sozialwohnungen. Das zinsgünstige Darlehen aus dem Wohnungsbauprogramm des Landes richtet sich vor allem an Genossenschaften.

Ohne eine staatliche Sonderförderung wäre eine breite Gebäudesanierung in Sozialwohnungen nicht zu erreichen, sagte Thoben. Schließlich seien Mieterhöhungen dort rechtlich begrenzt und die zulässigen Spielräume in den meisten Fällen bereits ausgeschöpft, ergänzte Wittke.

Mieter könnten insofern davon ausgehen, dass ihnen in energieeffizienten Sozialwohnungen die Hälfte der Einsparungen zugute kämen. In NRW gibt es insgesamt 715.000 Sozialwohnungen.

Das NRW-Darlehen ergänzt das Sanierungsprogramm der Bundesregierung mit der KfW-Förderbank. Thoben kritisierte die verschlechterten Bedingungen, insbesondere bei den Zinskonditionen, und kündigte an, sich beim Bundesbauminister für Nachbesserungen einzusetzen. Im vergangenen Jahr wurden aus dem Programm Darlehen in Höhe von etwa einer Milliarde Euro für rund 62.000 Wohneinheiten in NRW bewilligt.

Nach Angaben der Landesregierung wurden drei Viertel der 8,3 Millionen Wohnungen in NRW vor der 1978 in Kraft getretenen ersten Wärmeschutzverordnung gebaut.

„Mit moderner Heiztechnik, einer guten Fassaden- und Dachdämmung sowie einer neuen Wärmeschutzverglasung können wir hier bis zu 70 Prozent des Energieverbrauchs reduzieren und damit effektiv zum Klimaschutz beitragen”, sagte Thoben.

Um bis 2020 rund 20 Prozent Energie und CO2 einzusparen, müsse der Energieverbrauch bei 40 Prozent aller Gebäude halbiert werden. Dies erfordere wiederum eine Verdreifachung der Sanierungsrate auf drei Prozent des Bestands, hieß es. Experten errechnen daraus ein Potenzial von 100.000 neuen Arbeitsplätzen in der Baubranche.

Die Regierung habe allerdings keine Antwort, wie die Zahl der Wohnungssanierungen auf 180.000 pro Jahr verdreifacht werden könne, bemängelte der Fraktionsvize der Grünen im Landtag, Reiner Priggen. Nötig sei außerdem ein Sanierungsprogramm für alle Wohnungen. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP lobten hingegen das „vorbildliche, soziale und ökologische Regierungshandeln.”