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Düsseldorf: NRW-Bezirksleiter: Metalltarifrunde steht Spitz auf Knopf

Düsseldorf : NRW-Bezirksleiter: Metalltarifrunde steht Spitz auf Knopf

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie ist ein Arbeitskampf nach Angaben der IG Metall nur durch ein klares Signal der Arbeitgeber zu vermeiden. „Entweder es geht um mehr, oder es geht gar nicht mehr”, sagte der IG-Metall- Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse Agentur dpa.

Die IG Metall wolle zwar keinen Streik, aber auch keine Einigung um jeden Preis. „Gibt es keine Lösung im Friedlichen, dann müssen Urabstimmung und Arbeitskampf her”.

Am kommenden Dienstag treten die Tarifpartner in Baden-Württemberg zur entscheidenden Verhandlungsrunde zusammen. Für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche fordert die IG Metall acht Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 2,1 Prozent, plus Einmalzahlung geboten. Diese Offerte bedeute einen Reallohnverlust, betonte Burkhard. Er versprach zugleich, dass sich die IG Metall bewegen werde, wenn die Arbeitgeber es ernst meinten.

„Wir brauchen einen großen Schritt und keine Trippelschrittchen”. Die Branche stehe so nahe vor einem Arbeitskampf wie schon lange nicht mehr, warnte der Gewerkschafter. „Die Tarifrunde steht Spitz auf Knopf.”

In NRW ist nach drei ergebnislosen Gespräche kein neuer Verhandlungstermin angesetzt. Die vierte Verhandlungsrunde in Baden- Württemberg entscheide darüber, ob es zu einem Arbeitskampf kommt oder nicht. Dabei rechnet Burkhard, der an den Verhandlungen in Sindelfingen teilnehmen wird, mit einer langen Sitzung: „Ein guter Abschluss scheut das Tageslicht”, sagte er.

Die IG Metall wolle eine Einigung und keinen Streik. Dennoch seien die Betriebe und Beschäftigten auf einen möglichen Arbeitskampf gut vorbereitet. Burkhard verwies auf die hohe Beteiligung an den Warnstreiks.