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Genk: Neuer Streik bei Ford in Genk

Genk : Neuer Streik bei Ford in Genk

Die Beschäftigten im belgischen Fordwerk Genk sind am Freitag erneut in einen 24-Stunden-Streik getreten.

Sie reagierten damit auf Zeitungsberichte, wonach der belgische Staatsschutz bereits im Juni von Plänen über eine vollständige Schließung der Fabrik mit ihren 9000 Beschäftigten erfahren habe.

„Es gibt keine Pläne, das Ford-Werk in Genk zu schließen”, dementierte Hans Jürgen Fuchs, Sprecher von Ford Europa.

Der Staatsschutz hat nach Angaben der Zeitung „Het Belang van Limburg” politische Motive für die Schließung von Fabriken in Europa ausgemacht.

So sollten bevorzugt Standorte in „Ländern, die wenig kooperativ sind mit der militärischen und politischen Sicht der Vereinigten Staaten” geschlossen werden.

Betroffen wären Deutschland und Belgien, nicht aber Spanien. „Diese Berichte entbehren jeglicher Grundlage”, sagte Ford-Sprecher Fuchs.

Nach Angaben der Zeitung „Het Laatste Nieuws” vom Freitag gab die Direktion von Ford Europa dem flämischen Ministerpräsidenten Bart Somers keine Garantie, dass der neue Mondeo in Genk gebaut werden soll.

Die endgültige Entscheidung dazu falle Mitte Dezember auf höchstem Niveau in den USA.