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Aachen: Neubau schafft Raum für Mitarbeiter: Die Aachener DSA GmbH wächst

Aachen : Neubau schafft Raum für Mitarbeiter: Die Aachener DSA GmbH wächst

Alles eine Frage der Technik? Je mehr Hightech in einem Automobil steckt, desto mehr Fehlerquellen gibt es. Vertrauen ist gut, Kontrolle bekanntermaßen besser, und dabei kommt die Aachener Daten- und Systemtechnik (DSA) GmbH weltweit zum Tragen.

Gerade erst wurden die ersten MTF3, das sind Multi-Funktionstester für die Fahrzeugelektronik, ausgeliefert, da feiert das Unternehmen den nächsten wichtigen Moment: Richtfest für einen Erweiterungsbau an der Pascalstraße unweit des Stammhauses im Aachener Süden. 300 Mitarbeiter zählt die DSA GmbH bis dato.

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dsamja4 15.04.2014 DSA Richtfest Pascalstraße Foto: Michael Jaspers

Der Neubau — Architekt ist das Roetgener Büro nbp, es baut Nyhsen aus Gangelt — schafft Platz für 100 weitere Mitarbeiter. Investiert werden rund 2,5 Millionen Euro. Es ist der nächste Schritt für das Aachener Unternehmen, das als weltweit führender Anbieter Kommunikationslösungen für die Fahrzeugelektronik für Automobilhersteller aus aller Welt entwickelt: Prüfung, Diagnose, Programmierung.

„Die Multi-Funktionstester sind nur die Spitze des Eisbergs“, erklärt Geschäftsführer Volker Gehring. „Drumherum ist endlos viel Software und Dienstleistung.“ Die Liste der Kunden ist lang, unter ihnen sind Volkswagen, Audi, Porsche, Ford, Ferrari, GM, aber auch buchstäblich große Kaliber wie Lastwagenproduzent MAN und Landmaschinenhersteller Krone.

Der Neubau bietet neben 1200 Quadratmetern Bürofläche insbesondere für diese Kunden Raum: Es wird eine neue 600 Quadratmeter große Testgarage im Untergeschoss, sozusagen dem Bauch des Gebäudes, bezogen, in der schwere Zug- und Landmaschinen Platz finden. Die mussten bislang auf dem Parkplatz vor dem Stammhaus abgestellt werden.

Das Gebäude soll im Juli fertig werden und ist mehr als eine Erweiterung — es ist ein klares Bekenntnis zur Heimat. Die DSA ist weltweit unterwegs sein und zählt mittlerweile acht Standorte — unter anderem in China, den USA, Mexiko und Südafrika. Der Gründungsstandort Aachen ist und bleibt die Zentrale. „Wir sind zuletzt vor allem im Ausland gewachsen. Aber in Aachen haben wir weiter unsere komplette Entwicklung“, erläutert Gehring.

Die Anforderungen wachsen dabei rasant. Fahrzeuge wollen vernetzt werden, Fahrerassistenzsysteme reifen weiter, sind so etwas wie die Vorstufe zum autonomen Fahren. Auch die Elektromobilität ist ein Thema, mit dem sich die DSA (Software-)Entwickler auseinandersetzen. Offensichtlich überaus erfolgreich. Im Jahr 2000 zählte das Unternehmen gerade einmal 100 Mitarbeiter.

Die DSA ist einer dieser „Hidden Champions“, also einer dieser Marktführer in einer Branche, die der Öffentlichkeit meist verborgen bleibt. Und von denen zählt die Region einige. Der Neubau, offiziell „Haus 4b“, erzählt vom Erfolg des Unternehmens aus Aachen. „Wir fühlen uns wohl hier“, sagt Geschäftsführer Eckhard Schulz. Untermauert hatte die DSA dies übrigens ganz plastisch an anderer Stelle: Sie finanzierte der Stadt Aachen die sogenannte Archäologische Vitrine im Elisengarten.