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Köln: NetCologne hängt Deutsche Telekom im DSL-Geschäft ab

Köln : NetCologne hängt Deutsche Telekom im DSL-Geschäft ab

Der Telekommunikationsanbieter NetCologne hat die Deutsche Telekom im DSL-Geschäft 2007 erstmals hinter sich gelassen. Mit einem Anteil von 36 Prozent war die Kölner Gesellschaft 2007 erstmals der Marktführer in der Region.

Beim Bonner Konzern waren es 34 Prozent. Das teilte NetCologne am Mittwoch bei der Vorlage der Geschäftszahlen in Köln mit. In der Domstadt selber kam das zur städtischen GEW gehörende Unternehmen sogar auf einen Marktanteil von 50 Prozent.

Trotz hoher Investitionen in den Ausbau eines superschnellen Glasfasernetzes hielt das Unternehmen das Ertragsniveau des Vorjahres. Vor Steuern sei 2007 ein Gewinn von 20 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Insgesamt erzielte NetCologne beim Umsatz ein Plus von 14 Prozent auf 281 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr peilt der Telekommunikationsanbieter einen Zuwachs auf 330 Millionen Euro an. NetCologne ist in den Städten und im Umland von Köln, Bonn und Aachen aktiv. Das Unternehmen beschäftigt knapp 730 Menschen.

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Köln will NetCologne auch in diesem Jahr zügig vorantreiben. Insgesamt sollen 9000 weitere Gebäude an das Netz angeschlossen werden. Über das Netz CityNetCologne können die Kunden bis zu 100 Megabit pro Sekunden im Internet surfen. Das Projekt sei von strategischer Bedeutung, erklärte Geschäftsführer Werner Hanf. NetCologne will durch den Ausbau vor allem durch Einsparungen bei den Teilnehmeranschlussleitungen finanzieren.