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Aachen/Düren: Nachfrage nach Personal in der Region Aachen ist hoch

Aachen/Düren : Nachfrage nach Personal in der Region Aachen ist hoch

Trotz des saisonüblichen Anstiegs der Jugendarbbeitslosigkeit im Juni stehen die Ampeln auf dem regionalen Arbeitsmarkt weiter auf Grün. Nach den Betriebsferien dürfte sich der Aufschwung fortsetzen. Der Abbau der Arbeitslosigkeit werde „weiter fortschreiten”, sagte die Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen, Gabriele Hilger, am Donnerstag.

Die starke Personalnachfrage „spricht eindeutig für eine stabile regionale Wirtschaftslage auf hohem Niveau”, so der Chef der Agentur für Arbeit Düren, Dirk Hohenböken. Die Jugendlichen, die sich jetzt nach dem Ende ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung arbeitslos gemeldet hätten, würden schnell einen Job finden, erwartet Hilger. „Insbesondere gut qualifizierte Kräfte sind stark gefragt”, so Hohenböken.

In der Stadt Aachen und den Kreisen Aachen und Heinsberg sank die Zahl der Arbeitslosen binnen Jahresfrist um 8235 auf 42.212. Die Arbeitslosenquote (Basis: alle zivilen Erwerbspersonen) unterschritt mit 10,9 Prozent erstmals seit 2004 wieder die Schwelle von 11,0, vor zwölf Monaten hatte sie 13,0 Prozent betragen.

Die Zahl der offenen Stellen bezifferte die Agentur Aachen auf 7006, im Vorjahr waren es nur 1647. Trotz der bevorstehenden Ferienzeit meldetetn die Arbeitgeber im Berichtsmonat 2146 freie Stellen, 416 mehr als im Vorjahresmonat.

Im Kreis Düren ging die Arbeitslosenzahl - nach einem kleinen Rückschlag im Vormonat - im Juni binnen eines Jahres um 1783 auf 12.905 zurück, obwohl mehr Arbeitslosengeld-I-Empfänger zu betreuen waren. Die Arbeitslosenquote sank von 11,3 auf 9,7 Prozent. Der Bestand an offenen Stellen verminderte sich auf Jahressicht um 408 auf 1145, allerdings zogen die Arbeitsplatzangebote binnen Monatsfrist wieder an.

In NRW insgesamt sank die Arbeitslosigkeit um 170.020 auf 852.387, den tiefsten Stand seit Dezember 2002. Wie die Regionaldirektion NRW, Düsseldorf, der Bundesagentur für Arbeit mitteilte, verringerte sich die Arbeitslosenquote von 11,4 auf 9,5 Prozent. Im Herbst könnte die Arbeitslosenzahl unter 800.000 sinken, meinte die Regionaldirektion.