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Aachen: Müntefering „ist auf dem Irrweg”

Aachen : Müntefering „ist auf dem Irrweg”

Der nordrhein-westfälische DGB lehnt schwarz-rote Reformprojekte wie die „Rente mit 67” und die Lockerung des Kündigungsschutzes ab.

Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) sei auf einem „rentenpolitischen Irrweg”, sagte die stellvertretende Bezirksvorsitzende Elke Hannack am Montagabend in Aachen. „Wir lehnen das ab.”

Münteferings Rentenprojekt, das nach der Sommerpause in das Gesetzgebungsverfahren gehe, bedeute „mehr Arbeitslosigkeit, niedrrigere Renten und höhere Altersarmut”.

Stattdessen müsse dafür Sorge getragen werden, dass Arbeitnehmer das noch geltende gesetzliche Renteneintrittsalter von 65 Jahren überhaupt erreichen könnten. Heute liege die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen bei nur 40 Prozent. Jeder zweite Betrieb beschäftige keine Mitarbeiter mehr, die älter als 50 seien.

Es sei illusorisch zu glauben, so Hannack, dass Münteferings Rechnung angesichts der Massenarbeitslosigkeit und der mit dem „erhöhten Arbeitsdruck” einhergehenden gesundlichen Belastungen aufgehe. Es fehlten altersgerechte Arbeitsplätze.

Bis 2030 werde das Rentenniveau, auf heutiger Basis, von 53 Prozent auf nur noch 43 Prozent sinken.