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Köln: Motorenbauer Deutz plant weiteren Stellenabbau

Köln : Motorenbauer Deutz plant weiteren Stellenabbau

Der Kölner Motorenhersteller Deutz steht angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage vor weiteren Entlassungen. Wie Vorstandsvorsitzender Helmut Leube am Mittwoch ankündigte, sollen weltweit zusätzlich rund 800 Stellen abgebaut werden.

Betriebsbedingte Kündigungen seien dabei nicht mehr auszuschließen, ergänzte ein Sprecher. In den vergangenen zwölf Monaten hatte Deutz die Zahl seiner Mitarbeiter bereits um rund 1000 verringert und damit knapp jede fünfte Stelle gestrichen.

Wegen der weltweiten Wirtschaftskrise hatte der Kölner Motorenbauer zwischen Januar und März erneut einen Verlust von 23,7 Millionen Euro verzeichnet. Bereits Mitte vergangenen Jahres hatte sich das Unternehmen nach dem ersten Nachfrageeinbruch bei Dieselmotoren von Leiharbeitern und befristeten Beschäftigten getrennt. Das Stammpersonal in Deutschland sei bislang nicht betroffen gewesen, sagte der Sprecher.

Von den deutschlandweit rund 3500 verbliebenen Mitarbeitern arbeiten nach Unternehmensangaben derzeit rund 85 Prozent kurz. Der damit erzielte Einspareffekt sei im Schnitt genauso groß wie der des Abbaus von etwa 500 Jobs, hieß es bei Deutz.

Insgesamt will Deutz bis zum Jahresende 100 Millionen Euro einsparen. In den ersten drei Monaten senkte das Unternehmen seine Kosten um 20 Millionen Euro.