MG wird umgebaut

MG wird umgebaut

Frankfurt (an-o/dpa) - Beim Chemie- und Anlagenbaukonzern MG Technologies steht nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze ein grundlegender Umbau zur Debatte.

"Die derzeitige Aufstellung der MG als Mischkonzern muss aus vielen offenkundigen Gründen ernsthaft hinterfragt werden", zitierte Aufsichtsratsmitglied Bernhard Walter am Dienstag bei der Hauptversammlung in Frankfurt den größten Einzelaktionär Otto Happel (GEA). Eine Zerschlagung der einstigen Metallgesellschaft stehe für Happel aber nicht zur Diskussion.

Walter kündigte an, dass Udo Stark neuer Vorstandsvorsitzender und Nachfolger des ausgeschiedenen Kajo Neukirchen werden soll. Anteilseigner und Arbeitnehmervertreter sähen in Stark einen geeigneten Kandidaten, betonte Walter. Der 55-Jährige war bis März 2000 Chef des Mischkonzerns Agiv. Zuvor hatte er den Maschinenbau- und Messtechnik- Konzern auf Wunsch des Großaktionärs BHF Bank zerschlagen.

13,2 Millionen zum Abschied

Fest steht laut Walter, dass der Großanlagenbau mit den Töchtern Lurgi, Zimmer und Lurgi Lentjes verkleinert wird.

Happel ist mit 20,7 Prozent mittlerweile der mit Abstand größte Einzelaktionär bei MG. Nach einer jahrelangen Schlammschlacht mit Happel um die Strategie des Frankfurter Traditionskonzerns hatte Neukirchen am Freitag seinen Schreibtisch geräumt. Er bekam zum Abschied 13,2 Millionen Euro.